FERMI Enrico

1901-1954, italienischer Physiker

Enrico Fermi war ein italienischer Physiker, der maßgebliche Beiträge zur Entwicklung der Kernphysik und Quantentheorie leistete.

Fermi wurde am 29.09.1901 in Rom geboren. Nach Abschluss seines Physikstudiums wurde er Professor für Physik in Rom. Zunächst forschte im Themenbereich der Elektrodynamik und entwickelte die Fermi-Dirac-Statistik. Nach der Erfindung der künstlichen Radioaktivität durch das Ehepaar Curie, beschäftigte sich Fermi ebenfalls mit Atomkernen. 
Für seinen „Nachweis neuer radioaktiver Elemente, die durch Neutronenbeschuss entstehen, und für die damit verwandte Entdeckung von Kernreaktionen mit Hilfe langsamer Neutronen.“  erhielt er 1938 den Nobelpreis für Physik.

Im Jahr 1939 wanderte Fermi mit seiner Familie nach Amerika aus und war in Chicago Leiter des „Chicago PILE-1“ Projektes. Unter seiner Leitung entstand der erste Kernreaktor der Welt und seinem Team gelang es 1942 eine geleitete und kontrollierte Kernspaltung durch zuführen.
Fermi war Teil des Manhattan Projektes und leistete mit seiner Forschung in der Kernphysik Beitrag zu der Entstehung der ersten Atombombe.

Enrico Fermi starb im Alter von 53 Jahren am 28.11.1954 in Chicago. bs

(Quellen: Was ist Was: Enrico Fermi der Mann, der Atomkerne spaltete; Dambeck S: Enrico Fermi und der Beginn des Atomzeitalters, Lindau Nobel Laureate Meetings, 14.04.2016)

Bearbeitungsstand: September 2021

»Weitere Informationen zur Entwicklung der Atombombe

zurück

Wir brauchen Ihre Unterstützung!