05.11.2018: NFFA

20 Jahre Nuclear Free Future Award

Karipbek Kuyukov, Kasachstan. Foto: NFFA

Die Preisträger des mit insgesamt 30.000 US-Dollar dotierten Nuclear Free Future Award kommen in diesem Jahr aus Australien, Kasachstan, England, Frankreich und Österreich. Der Preis ehrt seit 1998 Menschen auf der ganzen Welt, die sich für das Ende des Atomzeitalters engagieren und Wege aufzeigen, sowohl die militärische wie die zivile Nutzung der Atomenergie zu beenden.

In der Kategorie Widerstand wurde Jeffrey Lee aus der Region Koongarra in Australien und Mitglied des Aborigine-Clans der Djok ausgezeichnet. Der französische Atomkonzern Areva hat sich dafür bereits vor Jahrzehnten die Abbaurechte eines dortigen Uranvorkommens gesichert und versucht seither mit großem Druck nahezu alles, um Jeffrey Lee dazu zu bewegen, dem Uranabbau grünes Licht zu geben. Doch als oberster Verwalter des Landes hat er alle Angebote abgelehnt und Koongarra dem australischen Staat angeboten. Der wiederum hat das Angebot angenommen, Koongarra in den Kakadu-Nationalpark integriert und als Teil des Weltkulturerbes damit dauerhaft unter Schutz gestellt.

In der Kategorie Aufklärung gewann Karipbek Kuyukov aus Kasachstan, der 1967 nur 100 Kilometer entfernt von dem Atomwaffentestgelände in dem kleinen Dorf Yegyndybulak zur Welt gekommen – als Folge der radioaktiven Strahlung ohne Arme. Er widmete sein Leben und seine Kunst dem Ziel „dass niemand mehr unter den schrecklichen Folgen atomarer Waffenproduktion und Waffeneinsatzes zu leiden“ hat.

Weitere Infos zu den Preisträger*innen: www.nffa.de

Bild oben: Karipbek Kuyukov, Kasachstan. Foto: NFFA

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