WikiLeaks: Erhielt Iran Raketen von Nordkorea?

Die Veröffentlichung von Dokumenten des US-Außenministeriums durch die Internetplattform WikiLeaks hat neue Einschätzungen über das iranische Raketenprogramm zu Tage gefördert. So soll der Iran laut Aussagen US-amerikanischer Regierungsvertreter von Nordkorea ballistische Raketen vom Typ BM-25 gekauft haben, die eine Reichweite von mutmaßlich bis zu 3.200 km haben und auf einer russischen U-Boot-gestützten Rakete basieren. Damit befände sich beispielsweise Berlin in ihrer Reichweite. Außerdem könnten diese Raketen mit Atomsprengköpfen bestückt werden, falls Iran welche entwickeln und bauen sollte. Bisher waren Experten davon ausgegangen, dass die maximale Reichweite der ballistischen Raketen des Irans knapp 2.000 km beträgt.

Russische Diplomaten widersprachen bei Gesprächen in Washington, D.C., am 22. Dezember 2009 den Angaben der US-amerikanischen Seite. Nach ihrer Ansicht existiert dieser Raketentyp überhaupt nicht. Die Rakete sei weder von Nordkorea je getestet worden, noch existierten Fotos von ihr. Auch amerikanische Experten bezweifeln, dass der Iran über komplette Raketen dieses Typs verfügt und nehmen an, dass - wenn überhaupt - einzelne Elemente von ihnen in dessen Raketenprogramm verwendet werden. (Quellen: Washington Post, New York Times)

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