Zweite Anlage wird bei Qom gebaut

Qom-Anlage, Bild: GeoEyeDer Iran hat laut eines Sprechers der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) in einem Brief vom 21. September 2009 an die IAEO die Konstruktion einer bislang nicht deklarierten, zweiten Anlage zur Urananreicherung erklärt.

Die Anlage bei Qom soll eine Pilotanlage sein und nur bis zu einem Grad von fünf Prozent anreichern können. Dabei werden modernere Zentrifugen als in Natans verwendet. Dieser Grad der Anreicherung reicht für eine zivile Nutzung aus, nicht jedoch für den Bau einer Atombombe. Die USA behaupten, der Iran habe die Existenz der Anlage nur gemeldet, weil er von deren Entdeckung durch die IAEO erfahren habe. Der Iran hat mit der IAEO vereinbart, dass die neue Anlage am 25. Oktober 2009 zur Kontrolle besichtigt werden kann.

Zudem wurde ein internes Dokument der IAEA auf der ISIS-Webseite veröffentlicht, das aussagt, der Iran hätte Studien über ein mögliche nukleare Bewaffnung seiner Raketen ausgeführt. Der Iran spricht dagegen von einer Fälschung.

Anfang Oktober hat der Iran mit den so genannten P5+1 (die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) - auch Sechsergruppe genannt - vereinbart, dass bereits im Iran niedrig angereichertes Uran im Ausland weiter auf 20% angereichert werden darf. Dieses Uran soll in einem Forschungsreaktor für medizinische Zwecke verwendet werden. (xh)

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