Rarotonga

Südpazifik

Der Vertrag von Rarotonga für eine atomwaffenfreie Zone im Südpazifik wurde am 6. August 1985 abgeschlossen und trat am 11. Dezember 1986 in Kraft. Hauptziel des Vertrages von Rarotonga war zunächst die Unterbindung der französischen Atomtests, die in den 1980er Jahren immer noch stattfanden. Die Staaten der Region litten sehr unter den Folgen der vielen oberirdischen Atomtests der USA und Großbritannien zwischen 1946 und 1958 und ein Vertrag bot die Chance die Region ein für alle Mal von Atomwaffen zu befreien.

Der Vertrag verbietet, außer dem Testen, auch die Stationierung, den Besitz sowie die Herstellung von Atomwaffen im Südpazifik. Darüber hinaus untersagt er die Lagerung atomarer Abfälle in den Gewässern der Region. Die Staaten des Südpazifik waren auch über das Abladen vom Atommüll ins Meer besorgt, der die Meeresumwelt auf Dauer zerstören könnte.

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Literaturhinweise

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