04.11.2021 AUKUS ist die englische Abkürzung für ein Militärbündnis zwischen Australien, dem Vereinigten Königreich und den USA, das Mitte September 2021 gegründet wurde. Zentrale Vereinbarung des neuen Bündnisses ist die Lieferung von atomgetriebenen U-Booten sowie weiteren Technologien an Australien, um die „Abschreckung“ gegenüber China zu stärken.

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Kurz vor seinem plötzlichen Tod im August 2005 rief der damalige Außenminister Robin Cook Premierminister Blair dazu auf, "sich von der Vergangenheit zu verabschieden" und anzuerkennen, dass Atomwaffen "keine Relevanz für die Verteidigung Großbritanniens in einer modernen Welt" haben. Nun kam ans Licht, das bereits 2007 die Trident-Rakete heimlich modernisiert werden sollte; die Vorrichtung dazu war schon 2005 in den USA bestellt worden. Generell spielt die "besondere Beziehung" Großbritanniens zu den USA hinsichtlich der Atomwaffen eine wichtige Rolle.

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Seit 1950 trägt das Atomic Weapons Establishment (AWE) die Verantwortung für alle Stadien von der Forschung und Entwicklung bis hin zur Demontage und Entsorgung der Atomwaffen. Diese werden in Aldermaston, Berkshire, entworfen und in Burghfield, wenige Kilometer östlich entfernt, gebaut. Das AWE ist ein "Joint Venture" von Lockheed Martin, Serco Ltd. und British Nuclear Fuels Ltd. (BNFL), das einen 25jährigen Vertrag mit dem britischen Verteidigungsministerium abgeschlossen hat. Dieser Vertrag läuft 2025 aus.

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Auswirkungen der Trident-Erneuerung

Hätte Großbritannien auf Atomwaffen verzichtet, wäre dies ein wichtiges Signal für andere Staaten gewesen. Es wäre das erste Mal, dass ein Atomwaffenstaat seine Verpflichtungen aus Artikel VI des Atomwaffensperrvertrags erfüllt hätte. Die Aussage wäre gewesen: Man braucht für die Sicherheit keine Atomwaffen. Bei der Diskussion mit Nordkorea oder Iran hätte sich dies positiv auswirken können. Auch auf die anderen Atomwaffenstaaten wäre ein Druck entstanden, selbst abzurüsten.

Großbritannien wird jedoch sein Arsenal bis weit in dieses Jahrhundert verlängern oder gar modernisieren. Dieses Signal ist genauso stark. Die Aussage ist, dass sich Großbritannien als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrages nicht an seine Verpflichtungen hält und davon ausgeht, dass Atomwaffen mehr Sicherheit für das Land bringen können. Dies könnte für andere Länder den Schluss zulassen, es lohne sich, Atomwaffen zu besitzen.

Vision der atomwaffenfreien Welt voran bringen?

Im Gegensatz zum parlamentarischen Beschluss vom März 2007 - der vorsieht, das britische Atomwaffenarsenal aufzurüsten und zu modernisieren, so dass britische Atomwaffen auch nach 2020 einsatzfähig bleiben - rückte der Verteidigungsminister Großbritanniens, Des Browne, die Vision einer atomwaffenfreien Zukunft in den Vordergrund. Auf der Abrüstungskonferenz in Genf im Februar 2008 unterstrich er die Bemühungen seiner Regierung zur Umsetzung dieses Ziels. Er hob hervor, dass Transparenz und die Nachweisbarkeit nuklearer Abrüstungsprozesse für alle Länder von großer Bedeutung seien.

Großbritannien stelle sich daher seiner Verantwortung gemäß des Nichtverbreitungsvertrages; suche die Kooperation mit gleichgesinnten Staaten, um neue Instrumente zur Überprüfbarkeit von nuklearer Abrüstung zu entwickeln und schlug eine von Großbritannien ausgerichtete Expertenkonferenz der P5-Mitglieder vor, um gegenseitiges Vertrauen zu schaffen und zu stärken.

Stand: November 2008

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