Weitere Raketen und Atomwaffen getestet

Am 5. April 2009, kurz vor der historischen Rede des US-Präsidenten Obama in Prag, startete Nordkorea eine Langstreckenrakete. Angeblich sollte die Rakete einen Satellit zur zivilen Nutzung ins Weltall bringen, aber die USA, Japan und Nordkorea sahen den Zweck als vorrangig militärisch. Somit kritisierten sie den Raketenstart als einen Verstoß gegen die UN-Sicherheitsresolutionen, die Raketenaktivitäten für militärische Zwecke verboten hatten. China und Russland waren nicht gleicher Meinung, dennoch verurteilte der UN-Sicherheitsrat den Raketenstart durch ein Statement seines Präsidenten. Sanktionen gegen einige nordkoreanischen Firmen wurden verhängt. Japan hat noch schärfere Sanktionen inklusive eines Embargo von nordkoreanischen Importgütern verhängt.

Nordkorea warnte ausdrücklich, dass eine solche Kritik als feindlicher Akt interpretiert und als Folge einen weiteren Atomtest provozieren würde. Damit war der Atomtest am 25. Mai zwar keine große Überraschung, aber trotzdem schockierend.

 

Nordkorea hat weiter systematisch an seinen ballistischen Raketen gearbeitet, und weitere Raketentests durchgeführt, zuletzt der Test einer Interkontinentalrakete am 12. Dezember 2012, mit der Nordkorea erfolgreich einen Satellit ins All geschossen hat.

Am 12. Februar 2013 führte Nordkorea seinen dritten Atomtest aus, der angeblich ein stark komprimiertes Atomwaffendesign zum Einsatz brachte. Die Sprengkraft fiel mit 6-9 Kilotonnen TNT-Äquivalent etwas stärker als in den beiden bisherigen Tests aus, war jedoch immernoch wesentlich schwächer als die Atomwaffen, die in Hiroshima bzw. Nagasaki eingesetzt wurden.

Die nordkoreanischen Atomtests werden sowohl von Befürwortern der Abrüstung als auch von Skeptikern als Argumente für ihre Position genützt. Die Befürworter argumentieren, dass Nordkorea zeige, wie gefährlich die Welt mit Atomwaffen ist und warnt, dass eine weitere Verzögerung bei der Abrüstung bedeuten würde, dass immer mehr Staaten Atomwaffen entwickeln. Die Verfechter der Abschreckung meinen, man müsse wegen Staaten wie Nordkorea die Atomwaffen unbedingt beibehalten.

 

Stand: März 2013

 

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Freundeskreis Nordkorea: Der Fortschritt Nordkoreas ist nicht aufzuhalten, 01.04.2017

Spiegel online: Videoanalyse zu Nordkoreas Bombentest: "China wird vorgeführt", 06.01.2016

Focus online: Mit Atomwaffen: So hart hätten die USA auf einen Grenzübertritt Nordkoreas reagiert, 17.10.2014

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