Rocky Flats

Die Anlage Rocky Flats in Colorado war von 1951 bis 1989 Teil des Atomwaffenkomplex der USA. Hier wurden radioaktive sowie nicht-radioaktive Metallteile, primär für die Herstellung von Nuklearwaffen, gefertigt.

Von 1954 bis 1989 diente Rocky Flats als Produktionsstätte für Plutonium-Bomben und andere Komponenten des US-amerikanischen Atomwaffenarsenals. Des Weiteren wurde auf der Anlage die Entwicklung von Technologien gefördert, wie z.B. des Gammaspektrometers. In der Geschichte der Rocky Flats kam es u.a. zu zwei Bränden. Am 11. September 1957 wütete ein vierstündiger Brand. Ein weiterer Brand ereignete sich im Jahr 1969.

Am 6. Juni 1989 kam es in der Rocky Flats Anlage in Colorado zu der ersten und einzigen Razzia einer Atomwaffenanlage, der sogenannten „Operation Desert Glow“.

Verdeckte Ermittlungen hatten die Environmental Protection Agency (EPA) und das Federal Bureau of Investigation (FBI) über vorangegangene Atomwaffenunfälle in Kenntnis gesetzt. Während des Betriebs war es in der Anlage u.a. zu nuklearer Verseuchung, Bränden und anderen Zwischenfällen gekommen, welche eine Dekontamination der Anlage und der näheren Umgebung zur Folge hatten. Tagtäglich wurden beispielswiese durch Lüftungssysteme hochgiftige Stoffe in die Atmosphäre abgegeben, Tetrachlorkohlenstoffe haben Oberflächen- und Grundwasser verseucht, Mitarbeiter*innen wurden erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt.
Der betreibende Konzern Rockwell International Corporation wurde in zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 18,5 Millionen US-Dollar verurteilt.
Im Anschluss an die „Operation Desert Glow“ wurde die Reinigung und Sanierung der dekontaminierten Rocky Flats eingeleitet.
Am 24. Januar 2000 unterzeichnete das U.S. Department of Energy und Kaiser-Hill einen in dieser Form neuartigen Vertrag, um eine sichere, forcierte Sanierung und Stilllegung zu garantieren.

Laut dem Colorado Department of Public Health & Environment besteht bis heute eine Restkontamination innerhalb und außerhalb des Geländes. Reste von Americium, Plutonium und Uran werden auch in kommenden Jahrtausenden zu finden sein. Chlorhaltige Lösungsmittel noch über Jahrzehnte.
Fünf-Jahres-Berichte, Grundwasserüberwachung, institutionelle Kontrolle und Überwachung werden auch Jahre nach der Stilllegung durchgeführt.

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