PTBT, Partial Test Ban Treaty

dt.: Partieller Atomteststoppvertrag

Die erste erfolgreiche Beschränkung von Atomwaffentests war das, am 25. Juli 1963 zwischen den USA und der UdSSR geschlossene Abkommen über ein partielles Testverbot (PTBT = Partial Test Ban Treaty), das alle Atomwaffentests in der Atmosphäre, unter Wasser und im Weltraum ausschloss.

Der Vertrag trat am 10. Oktober 1963 in Kraft und bedeutete das Ende aller Tests in der Atmosphäre durch die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion und Großbritannien. Frankreich und China, die den Vertrag nicht unterzeichnet hatten, setzten ihre Versuchsprogramme in der Atmosphäre noch einige Zeit fort.

125 Staaten sind dem Abkommen beigetreten. Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffentests in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser verminderte zwar die radioaktive Verseuchung der Umwelt, führte jedoch keinesfalls zu einer Verlangsamung der Testprogramme, geschweige denn einer Abkehr von Versuchsexplosionen. Nach Abschluss des Vertrages fanden weiterhin unvermindert Atomtests statt, aber unterirdisch. Diese Tests verletzten den partiellen Teststoppvertrag zwar nicht, führten aber häufiger zur Freisetzung von Radioaktivität.

China und Frankreich, die dem Abkommen noch nicht 1963 beigetreten waren, führten noch in den sechziger und siebziger Jahren Atomtests in der Atmosphäre durch. Ab 1975 testete Frankreich „nur“ noch unterirdisch, zuletzt 1996, was zu weltweiten Protesten 1995 führte. China führte ebenfalls von Mai 1995 bis Juli 1996 weitere Tests durch. Indien und Pakistan, die dem partiellen Teststoppvertrag auch nicht beigetreten waren, führten im Mai 1998 Atomtests durch und Nordkorea führte von 1996 bis 2017 sechs unterirdische Atomtests durch. xh (Quellen: Atomic Heritage Foundation, The National Security Archive, UNODA)

Bearbeitungstand: September 2020

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