Operation Ranger

US-Atomtestreihe (1951)

Operation Ranger war der Name für die erste Atomtestreihe vom 25. Januar bis 6. Februar 1951, die auf dem Nevada-Atomtestgelände in den USA durchgeführt wurde. Es waren damit die ersten oberirdischen Atomtests auf dem Gebiet der USA seit dem Trinity-Atomtest 1945.

Alle fünf Atombomben wurden von B-50D-Flugzeugen über dem Testgebiet (Frenchman Flat) kurz vor 6 Uhr in der Früh abgeworfen. Sie explodierten in ca. 300m Höhe. Zwei Tage vor der ersten Atomtest war bereits eine konventionelle Sprengladung zur Detonation gebracht worden, um die Messinstrumente zu kalibrieren.

Zweck der Atomtestreihe war, die praktische Anwendbarkeit der Entwicklung einer 2. Generation von Atomwaffen zu prüfen, die weniger Spaltstoffe verwenden würde. Die Daten sollten auch zur Entwicklung der Atomsprengsätzen für die nächsten Testreihe in der Pazifik „Operation Greenhouse" im April und Mai 1951 beitragen.

Der erste der Reihe hatte den Code-Namen „Able" (nicht mit dem gleichnamigen Test in der Pazifik 1946 auf dem Bikini-Atoll zu verwechseln). Die Bomben detonierten am 27. Januar 1951 in 323 Metern Höhe und hatten eine Sprengkraft von 1 KT.

Eine zweite größere Atombombe (Baker-1) wurde einen Tag später getestet und explodierte mit 8 KT Sprengkraft.

Danach folgten am 1., 2. und 6. Februar 1951 die Tests Easy (1 KT), Baker-2 (8 KT) und Fox (22 KT). Fox war ein anderer Atombombentyp (Mark-6), der 34 KT Sprengkraft haben sollte, dann aber mit 22 KT kleiner ausfiel. Die Explosionshöhe der Atombombe war mit 437 Metern höher. Der Test wurde einen Tag verschoben, weil der Trägerflugzeug ein Ölleck hatte.

xh (Quellen: Defense Nuclear Agency, Norris & Cochran)

Bearbeitungsstand: Januar 2021

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