Operation Desert Glow

Am 6. Juni 1989 kam es in der Rocky Flats Anlage in Colorado zu der ersten und einzigen Razzia einer Atomwaffenanlage, der sogenannten „Operation Desert Glow“.

Verdeckte Ermittlungen hatten die Environmental Protection Agency (EPA) und das Federal Bureau of Investigation (FBI) über vorangegangene Atomwaffenunfälle in Kenntnis gesetzt. Während des Betriebs war es in der Anlage u.a. zu nuklearer Verseuchung, Bränden und anderen Zwischenfällen gekommen, welche eine Dekontamination der Anlage und der näheren Umgebung zur Folge hatten. Tagtäglich wurden beispielswiese durch Lüftungssysteme hochgiftige Stoffe in die Atmosphäre abgegeben, Tetrachlorkohlenstoffe haben Oberflächen- und Grundwasser verseucht, Mitarbeiter*innen wurden erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt.

Der betreibende Konzern Rockwell International Corporation wurde in zehn Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu einer Strafe von 18,5 Millionen US-Dollar verurteilt.

Im Anschluss an die „Operation Desert Glow“ wurde die Reinigung und Sanierung der dekontaminierten Rocky Flats eingeleitet.

Am 24. Januar 2000 unterzeichnete das U.S. Department of Energy und Kaiser-Hill einen in dieser Form neuartigen Vertrag, um eine sichere, forcierte Sanierung und Stilllegung zu garantieren. mos (Quelle: New York Times)

Bearbeitungsstand: Juni 2019

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