SALT-I-Vertrag

Ab 1969 begannen die Strategic Arms Limitation Talks (SALT).

Die Verhandlungen markierten einen Wendepunkt in der Ostpolitik, denn die bilaterale Kooperation zwischen Sowjetunion und USA sollte zu einer kontrollierten Rüstungsüberwachung und -begrenzung führen.

SALT-I stellte den Versuch dar, die nuklearen Arsenale auf dem Stand von 1972 einzufrieren und damit die Voraussetzungen für Verhandlungen über die Beendigung bzw. Begrenzung des Wettrüstens zu verbessern. Aus den SALT-I-Verhandlungen entstand der ABM-Vertrag zur Begrenzung ballistischer Raketenabwehrsysteme und ein Interimabkommen zur Begrenzung strategischer Offensivwaffen, welches für fün Jahre galt.
Quantitative Einschränkungen wurden in Bezug auf feste, landgestützte Startgeräte für ICBM und die Anzahl der Startgeräte für SLBM an Bord von U-Booten sowie für die Gesamtzahl moderner Raketen tragender U-Boote vorgenommen. Qualitative Einschränkungen fanden sich für ältere landgestützte Startvorrichtungen, die weder für die neuen, schweren ICBMs umgerüstet werden durften noch für modernere ICBMs. Davon abgesehen wurde die Modernisierung bzw. Ersetzung älterer ICBMs und sonstiger Startgeräte ausdrücklich erlaubt.

Die im Vertrag festgelegten Rahmenbedingungen stellten einen Anfang der Entspannungspolitik und Neuer Nahostpolitik dar, markierten allerdings kein Ende des Wettrüstens, da die im Mai 1972 unterzeichneten Verträge keine Beschränkungen bezüglich Weiterentwicklung und Verbesserung enthielten. Folglich war absehbar, dass nach Auslaufen von SALT-I neue Verhandlungen stattfinden mussten. Die SALT-II-Verhandlungen begannen im Jahr 1972.

(Quelle: Bundeszentrale für Politische Bildung)

Bearbeitungsstand: Juni 2019

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