2016

Laut den Herausgebern der Zeitschrift Bulletin of Atomic Scientists besteht ein unverändertes weltweites Sicherheitsrisiko durch Atomwaffen. Daher beließen sie den Zeigerstand der berühmten Doomsday Clock („Weltuntergangsuhr“) auch für das Jahr 2016 bei drei Minuten vor Mitternacht.

06.01. Nordkorea testet eine Atombombe und behauptet, sie sei eine Wasserstoffbombe.

12.01. Das fünfte von insgesamt sechs in Deutschland hergestellten U-Booten wird in Haifa in Betrieb genommen. Das U-Boot kann durch Marschflugkörper mit atomaren Sprengköpfen ausgerüstet werden.

23.03. Neue Forsa-Umfrage zeigt überwältigende Unterstützung für Atomwaffenverbot.

26.03. Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ setzt ihre Kampagne gegen US-Atomwaffen in Deutschland mit einer 20-wöchigen Aktionspräsenz vor dem Atomwaffenlager Büchel fort. Es werden bis zum 9.8. (Nagasaki-Tag) gewaltfreie Aktionen von zivilgesellschaftlichen Gruppen durchgeführt.

01.06. Barack Obama wird der erste US-Präsident, der Hiroshima besucht.

Juni Protestaktion in Großbritannien: Atomic Weapons Establishment in Burghfield wird mehrere Wochen blockiert.

19.07. Das britische Parlament beschließt, neue U-Boote für das Trident-Atomwaffensystem zu bauen. Die überwältigende Mehrheit stimmten mit 472 Abgeordnete dafür, 117 dagegen. Die meisten Gegenstimmen gehörten schottischen Abgeordneten.

19.08. In einer Kampfabstimmung beschließt eine Arbeitsgruppe der UN (OEWG), in ihrem Schlussbericht die UN-Vollversammlung zu empfehlen, 2017 Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot aufzunehmen.

09.09. Nordkorea testet eine fünfte Atombombe. Der Atomtest war deutlich stärker als der vorherige Test im Januar 2016, eine Wasserstoffbombe wurde aber nicht gezündet.

05.10. Der Internationaler Gerichtshof in Den Haag weist die Klage der Marshall-Inseln gegen die Atommächte Großbritannien, Indien und Pakistan ab. Dem britischen Einspruch, es gebe nicht ausreichend Beweise für das Vorliegen eines Streitfalls, wurde stattgegeben. Somit sei der Internationale Gerichtshof (IGH) nicht zuständig.

27.10. Die überwältigende Mehrheit der Staatengemeinschaft stimmt im Ersten Ausschuss der UN-Generalversammlung für die Aufnahme von Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot.

27.11. FAZ-Redakteur Berthold Kohler schreibt in einem Kommentar, Deutschland soll über die Frage einer eigenen nuklearen Abschreckungsfähigkeit erneut nachdenken.

22.12. Sowohl Donald Trump, als auch Wladimir Putin deuten an, die nuklearen Fähigkeiten ihres Landes verstärken zu wollen.

24.12. Die UN-Vollversammlung beschließt, ab März 2017 Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot aufzunehmen.

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