2003

10.01. Nordkorea kündigt den Atomwaffensperrvertrag (drei Monate später läuft die Mitgliedschaft ab).

09.02. Der Iran gibt die Anreicherung von Uran zu, erklärt aber, dass dies nur zu friedlichen Zwecken geschieht.

März Veröffentlichung von Auszügen des Pentagon-Berichtes an das US- Repräsentantenhaus zur Überprüfung der US-Atomwaffendoktrin (NPR = Nuclear Posture Review). Konkrete Kriegszenarien mit Zielen in China, Russland, Irak, Libyen und Syrien werden durchgespielt. Die USA entwickeln kriegsbereite Atomwaffen, bereiten die Wiederaufnahme von Atomtests vor und planen den Einsatz von Atomwaffen in einem konventionellen Krieg.

04.05. Pakistan bietet Indien eine atomwaffenfreie Zone in Südostasien an. Das Angebot hat das Land bereits in den Jahren 1974, 1976, 1979, 1987 und 1990 gemacht. Indien lehnt immer ab.

12.05. Nordkorea löst einseitig die 1992 gemeinsame Erklärung mit Südkorea über die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel auf, die u.a. das Testen, die Herstellung, den Erwerb, den Besitz, die Lagerung, die Stationierung und den Einsatz von Atomwaffen verbietet.

Juni Die USA bezichtigt den Iran eines Atomwaffenprogramms.

01.06. Der "Strategic Offensive Reductions Treaty" (SORT) tritt in Kraft.

11.11. Der US-Kongress will das Verbot für den Bau von Mini-Atombomben (Mininukes) aufheben und die Entwicklung und Testung neuer US-Atomwaffen fortsetzten. Die kleinen Atomwaffen sollen im konventionellem Krieg eingesetzt werden, da sie angeblich kaum Schaden in der Zivilbevölkerung anrichten.

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