2002

Sieben Minuten vor Zwölf: Angst vor einem terroristischen Nuklearangriff wächst. Die USA wollen neue Atomwaffen entwickeln, die vor allem unterirdische Ziele zerstören können. Zudem tritt Washington vom Anti-Raketenabwehr-Abkommen (ABM) zurück und distanziert sich von anderen Rüstungskontrollverträgen.

01.01. Der Vertrag über den offenen Himmel (Open Skies) tritt in Kraft. Der Vertrag regelt die Öffnung des Territoriums für unbewaffnete Überwachungsflüge.

11.01. US-Präsident George W. Bush zählt Nordkorea, Irak und Iran zur „Achse des Bösen” und bezichtigt sie des Besitzes von Massenvernichtungswaffen. Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus beansprucht die USA die Führung.

24.05. Die Präsidenten George W. Bush und Vladimir Putin unterzeichnen als Ersatz für das gescheiterte START II- Abkommen den "Strategic Offensive Reductions Treaty" (SORT, Moskauer Vertrag oder Bush-Putin-Abkommen). Danach müssen die beiden Länder die stationierten strategischen Atomwaffen bis zum Jahr 2012 auf jeweils höchstens 1 700 bis 2 200 reduzieren.

13.06. Die Kündigung des ABM-Vertrages durch die USA tritt in Kraft.

14.06. Der russische Präsident Putin erklärt, dass sich Russland nicht länger an den START-II-Vertag gebunden fühlt und daher den Ratifikationsprozess nicht weiter anstrebt.

16.10. Das nordkoreanische Atomwaffenprogramm wird durch die USA öffentlich gemacht.

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