1993

03.01. Die Präsidenten Bush (senior) und Jelzin unterzeichnen START II; der Vertrag tritt aber aufgrund der verschlechterten politischen Lage zwischen den USA und Russland nicht in Kraft.

14.05. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschließt, den Internationalen Gerichtshof aufzufordern, ein Rechtsgutachten über den Völkerechtsstatus des Einsatzes von Atomwaffen zu erstellen. Die Frage lautet: »Wäre der Einsatz von Atomwaffen durch einen Staat in einem Krieg oder einem anderen bewaffneten Konflikt im Hinblick auf die Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt ein Verstoß gegen die Verpflichtungen dieses Staates gemäß Völkerrecht und der Satzung der WHO?«

11.06. Ein Tag vor Inkrafttreten der nordkoreanischen Kündigung des Atomwaffensperrvertrags zieht Nordkorea seine Kündigung doch zurück. Erst 2003 tritt das Land endgültig aus dem Vertrag aus.

23.06 Das südakfrikanische Parlament verabschiedet das Gesetz über die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen. Damit wird Südafrika verpflichtet, auf Atomwaffen zu verzichten.

03.07. US-Präsident Clinton kündigt an, dass er das Atomtestmoratorium verlängern wird.

10.08. UN-Mitgliedsstaaten beschließen, Verhandlungen über einen umfassenden Atomteststoppvertrag (CTBT) aufzunehmen. Das Mandat erhält das Ad-Hoc-Komitee zum Atomtestverbot, über die Struktur der Verhandlungen zu beraten.

zurück