1983

08.03. Der US-Präsident Ronald Reagan nennt die Sowjetunion „Das Reich des Bösen”.

23.03. Der US-Präsident Reagan stellt sein „Star Wars”-Projekt vor (Strategic Defense Initiative), das vorsieht, im Weltraum Technologie für das Abfangen von feindlichen Raketen zu stationieren.

26.09. Ein sowjetischer Satellit meldet den Start einer US-Rakete. Stanislaw Petrow, der in Serpukhov-15 leitender Offizier ist, verhindert den Atomkrieg, indem er einen Fehlalarm meldet.
 
22.10. Im Bonner Hofgarten demonstrieren hunderttausende von Menschen gegen Atomwaffen und für atomare Abrüstung.

27.10. Auf einem NATO-Treffen einigen sich die Alliierten darauf, die Atomwaffen der Allianz auf ein Level zu reduzieren, das die Abschreckungsfähigkeit nicht beeinflusst.

13.11. Die ersten Cruise Missiles werden in Greenham Common in Großbritannien trotz massiver Proteste stationiert.
 
20.11. Der Film "The Day After" wird zum ersten Mal in den USA vor einem Fernsehpublikum von ca. 100 Millionen Menschen ausgestrahlt.

15.12. Trotz massiver Proteste genehmigt der Deutsche Bundestag mit den Stimmen der Regierungsmehrheit die Stationierung 108 US-amerikanischer Pershing II-Raketen und 96 Cruise Missiles in Mutlangen. Die Sowjetunion zieht sich daraufhin aus den INF-Verhandlungen zurück

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Zitiert:

»Es begann ein technologisches Rennen, bei dem derjenige im Vorteil war, der zuerst auf den Knopf drückte. Und das war nicht nur schrecklich, sondern das hat mir wirklich schlaflose Nächte bereitet, denn das war der Ausdruck, dass die Deutschen wirklich Objekte sind.«

Egon Bahr, ehem. SPD-Generalsekretär zur Sicherheitslage zu Beginn der 80er Jahre

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Zitiert:

Ronald Reagan, 1983, Foto: Reagan

»Meine amerikanischen Mitbürger, es freut mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass ich ein Gesetz unterschrieben habe, das Russland dauerhaft für vogelfrei erklärt. Wir beginnen in fünf Minuten mit der Bombardierung.«

Ehem. US-Präsident Ronald Reagan, als Soundcheck, unwissend, dass das Mikrofon schon lief, 11.08.1984