1963

Zwölf Minuten vor Zwölf: Nach jahrzehntelangen Atomtests wird der „begrenzte Atomteststoppvertrag“ unterzeichnet. Damit werden alle Tests in der Atmosphäre verboten. Obwohl unterirdische Tests weiterhin erlaubt sind, bremst der Vertrag den Rüstungswettlauf und zeigt, dass die Supermächte kooperieren wollen.

10.06. US-Präsident John F. Kennedy hält seine "Friedensrede" in Washington, die die Entspannungspolitik zwischen Ost und West einläutete.

20.06. Die USA und die Sowjetunion richten eine Notkommunikation über Rundfunk und Telegraph ein, die so genannte Hotline. Die Hotline-Vereinbarung erkennt zum ersten Mal die Gefahr an, dass ein Atomkrieg aus Versehen - durch technischen oder menschlichen Fehler - geschehen könnte. Seit 1963 wurde diese direkte Leitung jede Stunde getestet. Sie besteht immer noch. »mehr zum Thema im DW-Kalenderblatt

15.07. Egon Bahr stellt in einem Vortrag in der Evangelischen Akademie zum ersten Mal die „Ostpolitik” vor, unter dem Titel „Wandel durch Annäherung”.

25.07. Zwischen den USA und der UdSSR wird ein Abkommen über ein partielles Testverbot (PTBT = Partial Test Ban Treaty), das alle Atomwaffenversuche in der Atmosphäre, unter Wasser und im All untersagt, abgeschlossen.

05.08. Der Partielle Teststoppvertrag wird in Moskau von den USA (Dean Rusk), der UdSSR (A. Gromyko) und Großbritannien (Sir Douglas Home) unterzeichnet.

10.10. Der Partielle Teststoppvertrag für oberirdische Atomtests zwischen den USA, Großbritannien und der Sowjetunion tritt in Kraft.

15.10. Ein zwischen den USA und der Sowjetunion getroffenes Übereinkommen, keine Atomwaffen in den Weltraum zu bringen, ist in Form eines Resolutionsantrags im Politischen Ausschuss der UN-Vollversammlung eingebracht.

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