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Samstag, 11. Februar 2012

USA

United States of America

Die USA (dt.: Vereinigte Staaten von Amerika) sind offiziell anerkannter Atomwaffenstaat und Mitglied des Atomwaffensperrvertrags seit dem Jahr 1970.

Als erster Staat, der 1945 die Atombombe entwickelte, trieben die USA seit Beginn des atomaren Zeitalters das weltweite Wettrüsten an. Die USA haben als erster und einziger Staat Atomwaffen eingesetzt: 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Seit 1945 produzierten sie etwa 70.000 Atomwaffen; darunter 70 verschiedene Typen, von der kleinen Atommine bis zu riesigen Wasserstoffbomben mit Megatonsprengkraft.

Die erklärte Strategie der USA hat George W. Bush 2002 verändert: Atomwaffen konnten nun auch gegen Staaten eingesetzt, die keine Atomwaffen besitzen, oder als "präventive" Waffe beim Verdacht eines geplanten Angriffes mit Massenvernichtungswaffen. Vor und während des Irakkrieges 2003 drohten die USA, Atomwaffen einzusetzen, falls Irak die USA mit Massenvernichtungswaffen angreift. Die US-Atomwaffendoktrin wird bis Ende 2009 wieder überprüft; es ist zu erwarten, dass sie verändert wird.

Präsident Barack Obama erklärte wiederholt in seinen Wahlkampfreden 2008, dass er die Atomwaffenpolitik der USA wesentlich ändern und für eine atomwaffenfreie Welt arbeiten wird. Diese Vision hat er in Prag am 5. April 2009 als US-Präsidenten erneut zum Ausdruck gebracht. Am 24. September 2009 brachte er eine Resolution in den UN-Sicherheitsrat ein, die u.a. die Vision einer atomwaffenfreien Welt bekräftigte. Die Resolution wurde einstimmig angenommen. Ausgehend von der Prager Rede Obamas befürwortet die Resolution drei wichtige Maßnahmen: ein frühes Inkrafttreten des Atomteststoppvertrags; die Verhandlungen eines Vertrages zum Verbot der Herstellung von spaltbaren Materialien für Atomwaffen; und US-russische Gespräche über ein zum START-I Nachfolgevertrag zur Reduzierung von strategischen Atomwaffen.

Unter dem Namen »Complex 2030« fassen die USA ihre Pläne für eine Runderneuerung des Nuklearwaffenkomplexes bis zum Jahr 2030 zusammen. Fester Bestandteil des Planungszenarios war der komplette Austausch des bestehenden US-Atomwaffenarsenals durch den so genannten Reliable Replacement Warhead (RRW, zuverlässiger Ersatz-Sprengkopf). Nachdem der US-Congress dieses Programm jedoch nicht finanzieren wollte, wurde es in das "Life Extension Programm" (Betriebszeitverlängerung) umgenannt. Als erstes wird über die älteste Atombombe des Arsenals - die B-61 - eine Untersuchung gemacht. (XH)

In den USA wurde am 5. Januar 2012 die neuen „Strategic Defense Guidance“ veröffentlicht. Darin heißt es: „So lange Atomwaffen existieren werden, so lange werden auch die Vereinigten Staaten von Amerika an einem sicheren und wirkungsvollen Arsenal dieser Waffen festhalten. Wir werden über atomwaffenfähige Bodentruppen verfügen, die unter allen vorstellbaren Bedingungen einen möglichen Gegner mit für ihn nicht hinnehmbaren Zerstörungen konfrontieren werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass einerseits potentielle Gegner abgeschreckt werden und andererseits die Verbündeten der USA und andere Sicherheitspartner erkennen, dass sie sich auf die Sicherheitsgarantien der USA verlassen können. Möglicherweise können unsere Abschreckungsziele auch mit einer kleineren Nuklearstreitmacht erreicht werden, was dazu führen würde, dass sowohl die Anzahl der verfügbaren Atomwaffen in unseren Arsenalen als auch ihre Bedeutung für die nationale Sicherheitsstrategie der USA verringert würden.“

Bearbeitungsstand: Januar 2012

Weitere Informationen zum US-amerikanischen Atomwaffenprogramm

siehe auch: Atomteststopp
siehe auch: Atomwaffensperrvertrag
siehe auch: B-61-Bombe
siehe auch: Complex 2030
siehe auch: Reliable Replacement Warhead (RRW) Program
siehe auch: START-I-Vertrag
siehe auch: Wasserstoffbombe

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