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Samstag, 11. Februar 2012

Plutonium-239

Mit einem Massenanteil von 2 x 10-19 % steht Plutonium an 90. Stelle der Elementhäufigkeit. Damit gehört es zu den fünf seltensten Elementen der Erdhülle. Plutoniumisotope kommen in Uranmineralien wie in der Pechblende, aber auch zum Beispiel im Cermineral Monazit vor. Dort bildet sich das Element durch den Einfang von Neutronen durch Uran-238, wobei sich zunächst Uran-239 und dann durch Zerfall Neptunium-239 und schließlich Plutonium-239 bildet. Das spaltbare Plutonium-Isotop-239 dient als Kernbrennstoff in Kernreaktoren und zur Herstellung von Atombomben. Ferner dient es in Satelliten und Herzschrittmachern als Isotopenbatterie zur Erzeugung von elektrischem Strom. Die Verwendung in Herzschrittmachern ist jedoch problematisch, da sich die Strahlung nicht völlig abschirmen lässt.

Plutonium und seine Verbindungen gehören zu den am stärksten giftigen Stoffen und sind hoch radioaktiv. Sie lagern sich im Knochenmark und in der Leber an, von wo aus sie den Körper radioaktiv verstrahlen. Beim Einatmen von plutoniumhaltigen Stäuben kann sich Lungenkrebs bilden. Die Einnahme weniger tausendstel Gramms des Elements führt zu tödlichen Strahlenschäden.(Quelle: www.seilnacht.com)

Die Wirkungen, die das in der Kerntechnik weit verbreitete radioaktive Isotop Plutonium-239 (Pu-239) hervorruft, sind recht unterschiedlich. Pu-239 sendet hoch beschleunigte Alpha-Teilchen (Atomkerne des Heliums) aus. Solche »Geschosse« können in den Zellen des Organismus schwere Schäden anrichten. Allerdings beträgt die Reichweite dieser Teilchen in der Luft nur vier Zentimeter, im Zellgewebe sogar nur Bruchteile eines Millimeters. Schon normale Kleidung kann die Strahlung auffangen. Plutonium wird erst dann gefährlich, wenn es in den Körper gelangt. Die Haupteintrittspforte sind die Atemwege. In der Lunge kann Alpha-Strahlung sowohl das Zellgewebe sofort schädigen als auch Krebs verursachen. Kommt Plutonium ins Blut, lagert es sich vor allem in der Leber und im Skelett an. Hier ist ebenfalls Krebs die höchstwahrscheinliche Langzeitfolge. Allerdings gelangt es sehr schwer in die Blutbahn, da es von der Haut oder dem Magen-Darm-Trakt kaum aufgenommen wird. (Quelle: Berliner Zeitung, 8.1.1994)

Bearbeitungsstand: Oktober 2008

siehe auch: Alphastrahlen
siehe auch: Atombombe

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