29.05.2015: Initiative

65 Tage Aktionen des Zivilen Ungehorsams

büchel65 geht zu Ende

Blockade vor dem Tor 2 des Atomwaffenstandorts Büchel. Foto: buechel-atomwaffenfrei.de

Um 06:15 Uhr morgens waren sieben Tore des Atomwaffenlagers Büchel blockiert. Mehr als 50 entschlossene KriegsgegnerInnen beteiligten sich an der Blockade aller befahrbaren Zufahrtswege zum Fliegerhorst Büchel. Nach 30 Blockadetagen mit 34 unterschiedlichen Blockadegruppen und 350 beteiligten AktivistInnen geht die Blockadekampagne büchel65 mit dem heutigen Blockadetag zu Ende.

büchel65 startete vor 65 Tagen am 26.3.2015, dem fünften Jahrestag des Bundestagsbeschlusses zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland. Mit der Blockadereihe wollte die Initiative Abrüstungsverhandlungen bei der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag, die am 22. Mai zu Ende ging, voranbringen. Gleichzeitig hat die Kampagne in die Friedensbewegung hineinwirken wollen, um den Fokus auf die Existenz und Illegitimität der Atombomben zu lenken.

Das Spektrum der beteiligten Gruppe war groß: Friedens- und Anti-Atom-Initiativen aus Kiel, Rostock, Hamburg, Bremen, Berlin, dem Wendland, Nottuln, Dortmund, Mainz, Köln, Trier, Stuttgart reisten an; es wurden Geburtstagsblockaden und Gottesdienste gefeiert, AktivistInnen von JunepA errichteten hohe Dreibeine (Tripods), zweimal reisten französische Gruppen an; Mitglieder der IPPNW, der Linksjugend[solid], der Lebenslaute-Süd, der DFG-VK und des Versöhnungsbundes beteiligten sich. Zum heutigen Blockadetag reiste zur Verstärkung eine Gruppe der Pressehütte Mutlangen an, unter ihnen auch die Schauspielerin und Autorin Barbara Rütting.

In der direkten Nähe der Hauptzufahrt hatten seit fast 2 ½ Monaten Aktive der Kampagne in einem Camp gelebt, um die anreisenden Blockadegruppen zu empfangen und zu begleiten. Dabei war das Camp Anlaufstelle für viele Engagierte aus der Region. Darüberhinaus wurde die Inititative von einem Biolandwirt und dem „Kulturtransistor“ in Kail sowie zahlreichen Einzelpersonen aktiv unterstützt. Vorbeifahrende signalisierten mit Hupen ihre Solidarität mit den BlockiererInnen. xh (Quelle: atomwaffenfrei.de)

Bild oben: Blockade vor dem Tor 2 des Atomwaffenstandorts Büchel. Foto: buechel-atomwaffenfrei.de

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