15.12.2015: P5+1 | Iran

IAEA bestätigt friedliches Atomprogramm des Irans

IAEA Director General Yukiya Amano, Foto (bearbeitet): Dean Calma / IAEA, CreativeCommons2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Der Gouverneursrat der internationalen Atomenergieorganisation IAEO hat am 15. Dezember 2015 seinen Bericht zu den "Possible military dimensions" (PMD) – im Klartext: möglichen Geheimprogrammen zum Atomwaffenbau des Irans – abgeschlossen und keine Hinweise für militärische Aktivitäten gefunden.

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20.07.2015: P5+1 | Iran

Atomabkommen mit dem Iran abgeschlossen

Arak Schwerwasserreaktor, 2012. Bild: Nanking2012/CC 3.0

Am 14. Juli 2015 wurde das Atomabkommen mit dem Iran abgeschlossen. Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich. Manche Kritiker behaupten, dass das Abkommen die Atomwaffenfähigkeit des Landes lediglich um 15 Jahre verzögere; dann stehe Iran wieder die Möglichkeit offen, an sein heutiges Programm anzuknüpfen. Israel bezeichnet die Einigung als „Pfad zur Atombombe“ für den Iran. Andere begrüßen das Abkommen und argumentieren, dass zwischen der technisch-industriellen Fähigkeit, waffenfähiges Uran zu erzeugen, und der Absicht, das auch wirklich zu tun, ein gewaltiger Unterschied besteht.

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02.04.2015: P5+1 | Iran

Einigung über iranisches Atomprogramm erzielt

P5+1 nach der Einigung mit dem Iran am 2. April 2015. Foto: US State Dept

Am 2. April haben sich die P5+1 – oder EU3+3 – mit Iran auf Eckdaten zum iranischen Atomprogram geeinigt. Der Iran verpflichtet sich, sein nukleares Anreicherungspro­gramm bis zu 25 Jahre einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrolle zu unterwerfen. In den ersten 10 Jahren müssen mehr als 2/3 der bestehenden Anreicherungskapazitäten unter permanenter Aufsicht stillgelegt. Sollte der Iran gegen die vereinbarten Regeln verstoßen, können Sanktionen umgehend wieder in Kraft treten.

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21.11.2014: Iran | US

US-Bischöfe besuchen Iran

Macht von Fatwas für ein Verbot von Atomwaffen nicht unterschätzen

Knapp einen Monat vor der Deadline für eine Vereinbarung mit dem Iran über sein Atomprogramm ermahnte eine sechs-köpfige Delegation US-katholischer Bischöfe die Unterhändler in Wien, die Macht von "Fatwas" von islamischen Gelehrten für ein Verbot von Atomwaffen nicht zu unterschätzen. Das religiös-politische Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei habe im Jahr 2003 eine Fatwa gegen Atomwaffen ausgesprochen und dies mehrmals seitdem bekräftigt und wiederholt.

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08.04.2014: Iran | 5+1

Iran hält sich an Vereinbarung

Treffen der P5+1 mit Iran in Genf (20.11.13) Foto:Eric Bridiers

Nachdem der Iran die Bedingungen des Abkommens vom 20. November 2013 eingehalten hat, lockern USA und EU erste Sanktionen. Die EU hebt das Einfuhrverbot für petrochemische Produkte auf und erlaubt den Handel mit Gold. Außerdem wird der Zahlungsverkehr mit dem Iran wieder vereinfacht. Während iranische Öltransporte durch EU-Schiffe und deren Versicherung durch europäische Anbieter wieder möglich werden, bleibt das Verbot für Rohöl-Importe weiter bestehen.

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24.11.2013: Iran | P5+1

Endlich Einigung mit dem Iran

Arak Schwerwasserreaktor im Iran. Foto: Nanking2012

Im jahrelangen Atomstreit haben die so genannte P5 (die fünf UN-Vetomächte) und Deutschland eine Einigung mit dem Iran erreicht. Der Iran darf weiter Uran bis zu fünf Prozent anreichern. Es dürfen keine zusätzlichen Zentrifugen jeglicher Art installiert werden. Rund die Hälfte der Zentrifugen in der Atomanlage von Natans und drei Viertel der Zentrifugen in der unterirdischen Anlage Fordow werden stillgelegt. Der Schwerwasserreaktor Arak darf nicht in Betrieb genommen werden. Dafür werden bestimmte Sanktionen vorläufig aufgehoben.

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23.08.2012: Israel | Iran

Netanjahu rührt die Werbetrommel für einen Angriff auf Iran

Der US-amerikanische Blogger Richard Silverstein veröffentlichte am 15. August den Inhalt eines Dokuments, das nach seinen Aussagen ein Geheimdokument aus israelischen Regierungskreisen sei. Silverstein behauptet, das Papier sei Netanjahus „sales pitch“ (Verkaufsmasche), um Unwilligen in den eigenen Reihen einen Angriff auf Iran schmackhaft zu machen. Große Teile des israelischen Militärs, der Bündnispartner USA, sowie über die Hälfte der israelischen Bevölkerung scheinen gegen einen Militärschlag gegen Iran zu sein.

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02.03.2012: Iran | IAEO

IAEO-Delegationsreise ergebnislos beendet

Eine Delegationsreise der IAEO zu verschiedenen iranischen Atomanlagen ist am 21. Februar ergebnislos beendet worden. Den Atomkontrolleuren wurde der Zugang zur Militäranlage Parchin verweigert. Die IAEO vermutet, dass die Anlage für Nuklearwaffenversuche benutzt wird.

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28.02.2012: Iran | USA

US-Geheimdienste entlasten Iran

Iran hält die Welt absichtlich im Unklaren

US-Verteidigungsminister Leon Panetta, 2011. Foto: Monica King/DoD

US-Verteidigungsminister Panetta und Geheimdienstdirektor Clapper verkünden stellvertretend für die 16 US-Nachrichtendienste, sie sähen keine Hinweise darauf, dass die Islamische Republik entschieden habe, Atomwaffen zu entwickeln.

» lesen[Worldwide Threat Assessment of the United States Intelligence Community (engl.)]

24.02.2012: Iran

IAEO: Iran baut Urananreicherung massiv aus

SZ: «Iran plant nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde seine Urananreicherung massiv auszubauen. Die Zahl der Zentrifugen in der Anlage Natans hätten sich vervielfacht. Teheran weist die Informationen als falsch zurück - weigert sich aber, den IAEA-Experten Auskunft über eine mögliche militärische Dimension seines Programms zu erteilen.»

[Artikel lesen]  [IAEO-Bericht (engl.)]
15.02.2012: Iran

Ein Krieg mit dem Iran ist vermeidbar

Gastbeitrag von Andreas Buro in der Frankfurter Rundschau: "Der Westen muss seine auf Regimewechsel gerichtete Politik ändern. Ein Nichtangriffspakt ist zu schließen, über die Atomfrage offen zu diskutieren."

[Artikel lesen]
17.11.2011: Iran

Entwickelt Iran Atomwaffen?

Die IAE0 hat am 8. November 2011 einen Bericht über das Atomprogramm des Irans veröffentlicht. Dieser Bericht erregte weltweit Aufsehen, weil er, anders als alle Berichte zuvor, unmittelbar auf eine mögliche militärische Dimension des iranischen Atomprogramms eingeht.

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02.09.2011: Iran | Frankreich

Sarkozy warnt Iran vor Militärschlag

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy soll laut Le Figaro einen Präventivangriff gegen iranische Nuklearanlagen als mögliche Antwort auf Irans vermeintliches geheimes Atomwaffenprogramm in Aussicht gestellt haben.

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20.01.2011: Iran/Israel

„Stuxnet“-Computerworm in Dimona getestet

Laut New York Times vom 15. Januar wurde der Computerwurm „Stuxnet“, der angeblich dem iranischen Atomprogramm geschadet hatte, im israelischen Atomkomplex Dimona mit US-Hilfe getestet.

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Nachrichtenarchiv | Iran

  • 01.12.2010 Wikileaks: Erhielt Iran Raketen von Nordkorea?
  • 19.05.2010 Neuer Deal mit Iran über Uranreicherung
  • 28.02.2010 IAEO-Leiter Amano spricht Verdacht aus
  • 17.01.2010 Überprüfung neuer Sanktionen hat begonnen
  • 12.01.2010 Nuklearforscher ist durch Bombe getötet
  • 30.11.2009 Iran will zehn neue Anlagen bauen
  • 07.10.2009 Zweite Anlage wird bei Qom gebaut

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