Die russischen Atomstreitkräfte

Tabelle: Die russischen Atomstreitkräfte 2016

Typ (Name)TrägerStationie-rungsjahrSprengköpfe/
Sprengkraft (KT)
Sprengköpfe insg.
STRATEGISCHE OFFENSIVWAFFEN
ICBMs
SS-18 M6 (Satan) / RS-20V46198810 X 500/800 (MIRV)460
SS-19 M3 (Stiletto) / RS-182019806 X 400 (MIRV)120
SS-25 (SickleT-Texte) / RS-12M (Topol)9019881 X 80090
SS-27 Mod1 mobil /RS-12M1 (Topol-M)1820061 X 800?18
SS-27 Mod1 silo / RS-M2 (Topol-M)6019971 X 80060
SS-27 Mod2 mobil / RS-24 (Jars)6320104 X 100? (MIRV)252
SS-27 Mod2 silo / RS-24 (Jars)1020144 X 100? (MIRV)40
SS-27 Mod? mobil / RS-26 (Jars-M)-(2016)3 x 100? (MIRV)-
SS-27 Mod? Zug (Barguzin)_?4 x 100? (MIRV)-
"Schwere" ICBM silo / RS-28 (Sarmat)-(2020)10 x 500? (MIRV)-
Zwischensumme307

1.040
SLBMs
SSN-18 M1 (Stingray) / RSM-502/3219783 X 50 (MIRV)96
SSN-23 M1 / RSM-54 (Sineva)6/9620074 X 100 (MIRV)384
SSN-32 / RSM-56 (Bulawa)3/4820146 X 100 (MIRV)288
Zwischensumme11/176

768
Bomber/Waffen
Bear-H6 / Tu-95 MS6 2719846 X AS-15A ALCMs, Bomben162
Bear-H16 / Tu-95 MS1630198416 X AS-15A ALCMs, Bomben480
Blackjack / Tu-16013198712 X AS-15B ALCMs oder AS-16 SRAMs, Bomben156
Zwischensumme70


798

Zwischensumme strategische offensive Streitkräfte




~2.600
NICHT STRATEGISCHE UND DEFENSIVWAFFEN
ABM/Luftverteidigung
53T6 (Gazelle)6819861 x 1068
S-300 / SA-10/12/20 (Grumble)~1.0001980/20071 x niedrig~400
SSC-1B (Sepal)3319731 x 350~15
Luft-/Landgestützt
Bomber/Jäger (Tu-22M3/Su-24M/Su-34)~3901974/2006ASM, Bomben~570

Kurzstreckenraketen (SS-21/SS-26)

~1401981/20051 X ?~140
Cruise Missiles?n/a1 X ??
Seegestützt
U-Boote/Schiffe/LuftwaffeSLCM, ASW, SAM, DB, Torpedos~760
Zwischensumme nicht-strategische und defensive Streitkräfte


~ 1.950
Gesamtsumme


~ 4.500

Bemerkungen

1. Es ist nicht bekannt, ob und wieviele SS-25-Regimente, die mit RS-24 ersetzt werden, bereits deaktiviert wurden.

2. Die Sineva ist eine modifizierte SS-N-23 und trägt wahrscheinlich vier MIRV-Sprengköpfen. Nur 320 der Sprengköpfe sind auf vier der sechs Delta IV U-Boote stationiert. Die Delta-III-U-Boote werden mit neue Borej-U-Boote ersetzt.

3. Zwei Drittel der elf U-Boote sind immer in der Wartung und tragen keine nuklearen Waffen. Daher sind nicht alle 798 Atomwaffen tatsächlich im Dienst.

4. Die Waffen für die Bomber sind normalerweise gelagert und nicht auf den Flugzeugen montiert. Nach Schätzungen befinden sich nur einige hundert Bomben auf insgesamt zwei Bombenstützpunkten, während alle anderen im Zentrallager verwahrt werden.

5. Nur ca. 1.800 Sprengköpfe sind auf Raketen montiert und in Bomberstützpunkten gelagert. Der neue START-Vertrag zählt weniger stationierte Sprengköpfe, weil gelagerte Bestände und unvollständig beladene SSNBs nicht berücksichtigt werden.

6. Alle 32 Gogon-Raketen sind anscheinend vom ABM-System entfernt worden.

7. Es ist nicht bekannt, ob die SA-21 der S-400-System nuklearfähig sei. Wenn doch, würde die Zahl der Sprengköpfe in der Luftverteidigung höher liegen.

8. Die SS-21 wird mit der SS-26 ersetzt.

9. Teilweise addieren sich die Zahlen wegen Ab- und Aufrundung nicht. Alle nichtstrategische Sprengköpfe sind zentral gelagert. 

10. Schätzungsweise befinden sich zusätzlich ca. 2.700 strategische Sprengköpfe vor der Verschrottung.

Abkürzungen

ABM: Raketenabwehrrakete

ALCM: Luftgestützter Marschflugkörper

ASM: Luft-Boden-Rakete

ASW: Anti-U-Boot-Waffe

DB: Wasserbombe

ICBM: Interkontinentalrakete

MIRV: Mehrfachsprengkopf

SAM: Boden-Luft-Rakete

SLBM: U-Boot-gestützte ballistische Rakete

SLCM: Seegestützter Marschflugkörper

SRAM: Kurzstreckenrakete

Quelle: Norris, Robert S./Kristensen, Hans M.: Nuclear Notebook: Russian Nuclear Forces, 2016, in: Bulletin of the Atomic Scientists April 2016.

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Russisches Arsenal 2017
Insgesamt7.000
Einsatzbereit1.950
Reserve2.350
für Abrüstung markiert~2.700

Zitiert

Präsident Wladimir Putin. Foto:Russian Presidential Press and Information Office

»Wir müssen die strategischen Nuklearstreitkräfte stärken. Dafür sollten wir Raketen entwickeln, die in der Lage sind, gegenwärtige und zukünftige Raketenabwehrsysteme zu durchdringen.«

Russischer Präsident Wladimir Putin,
Dezember 2016

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