23.01.2013: Nordkorea | UNSR

UN-Sicherheitsrat beschließt neue Resolution

Der UN-Sicherheitsrat. Foto: Kremlin /gemeinfrei

Am Dienstag, den 22.01.2013 hat der UN-Sicherheitsrat einstimmig weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Laut UN-Diplomaten war der Resolutionsentwurf der USA zuvor mit China in ausführlichen Verhandlungen erfolgreich abgestimmt worden, um die Zustimmung Pekings, das als letzter Verbündeter Pjöngjangs gilt, zu erreichen.

Die nun verabschiedete Resolution verurteilt den jüngsten Raketenstart Nordkoreas und fordert die Einstellung derartiger Aktionen sowie das sofortige Ende seines Atomprogramms. Darüber hinaus sieht die aktuelle Resolution vor, dass mehrere ranghohe Mitarbeiter der am Raketenstart beteiligten Unternehmen nicht mehr ins Ausland reisen dürfen und ihre Auslandskonten sowie die Mittel der nordkoreanischen Raumfahrtsbehörde eingefroren werden.  

Konkret reagierte das höchste UN-Gremium auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas vom 12. Dezember 2012. Dabei war eine Langstreckenrakete abgefeuert worden, die amtlichen Angaben zufolge dazu dienen sollte, einen Forschungssatelliten ins All zu schicken. Die USA und ihre Verbündeten vermuten jedoch, dass der Raketentest dazu dienen soll, eine Trägerrakete für atomare Waffen zu testen.

Das nordkoreanische Außenministerium seinerseits bezeichnete die Resolution als „äußerst ungerecht“. Bereits vor der Verabschiedung der Resolution im UN-Sicherheitsrat hatte Pjöngjang in einem diplomatischen Schreiben die USA ultimativ aufgefordert, eine gemeinsame Vereinbarung zur Lösung der nordkoreanischen Sicherheitsbedenken zu suchen. Nun kündigt die Regierung Nordkoreas laut amtlicher Nachrichtenagentur KCNA konkrete Schritte zur militärischen Selbstverteidigung an, die auch die „atomare Abschreckung“ umfassen. Experten befürchten daher, dass Pjöngjang nach seinen Atombombentest in Jahren 2006 und 2009 eine weiteren derartigen Test vorbereiten könnte. (Quelle: Yonap News, CSM, Tagesschau, Spiegel)

UNSR-Resolution 2087 im Wortlaut

Bild oben: Der UN-Sicherheitsrat. Foto: Kremlin /gemeinfrei

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