21.04.2017: Nordkorea

Keine Einigung über Nordkorea

UN-Sicherheitsrat stimmt über Nordkorea-Resolution ab. Foto: UN/Manuel Elias

Die USA hatten versucht am 19. April eine Verurteilung des jüngsten nordkoreanischen Raketentests in den UN-Sicherheitsrat einzubringen. Russland legte ein Veto mit der Begründung ein, dass der Aufruf zu einer Lösung des Konfliktes „durch Dialog“ gefehlt habe, die USA hätten damit die Formulierung grundlegend verändert. Obwohl auch China eine Lösung durch Dialog bevorzugt, machte das Land keinen Gebrauch von seinem Vetorecht.

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12.09.2016: Nordkorea

Nordkorea zündet eine fünfte Atombombe

Creative Commons CC.0, pixabay

Am 9. September 2016 um 9:30 Uhr Ortszeit (00:30 UTC) zündete Nordkorea seine fünfte Atombombe. Die CTBTO (Atomteststoppvertrag-Organisation) meldete seismische Aktivitäten von 5,3 auf der Richterskala auf dem Testgelände Pyunggye-Ri. Der Atomtest war deutlich stärker als der vorherige Test im Januar 2016, eine Wasserstoffbombe wurde aber nicht gezündet.

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04.03.2016: Nordkorea

Nordkorea droht erneut mit Atomwaffeneinsatz

Reaktion auf neue UN-Sanktionen

Kurz nachdem der UN-Sicherheitsrat seine Sanktionen gegen Nordkorea verschärft hat, reagierte Staatschef Kim Jong Un mit verstärktem Säbelrasseln: Er behauptet, er habe seine Atomwaffen einsatzbereit machen lassen und seinem Militär befohlen, sich für einen Präventivschlag bereit zu halten.

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06.01.2016: Nordkorea

Nordkorea behauptet: Wasserstoffbombe erfolgreich getestet

Punggye-ri Atomtestgelände, Nordkorea. Bild: © CNES/Astrium, Google Maps

Nordkorea hat in der vergangenen Nacht mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Atomtest durchgeführt. Gegen 1:30 UTC (2:30 mitteleuropäische Zeit) habe ein ungewöhnliches seismisches Ereignis stattgefunden, meldete die Organisation für den Atomteststoppvertrag (CTBTO) in Wien. Nordkorea gab bekannt, es habe erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet. Dies wäre der vierte Atomwaffenversuch Nordkoreas seit 2006.

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20.02.2015: Nordkorea

Ein Atomteststopp ist nicht in Sicht

Militärübung „Foal Eagle“ Südkoreas mit den USA, 2009. Foto: US Navy

Nordkorea hat den USA ein Angebot für ein Atomtest-Moratorium gemacht, falls Südkorea seine gemeinsamen Militärmanöver mit den USA aussetzt. Die Amerikaner lehnen das Angebot ab und bezeichnen es als „indirekte Drohung“. Kim Jong Un antwortet mit einem Raketentest und ließ sich bei einem Manöver abbilden.

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14.01.2015: Nordkorea

Nordkorea bietet Gespräche an

Südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye. Foto: Korea.net / Korean Culture and Information Service

Zum Jahreswechsel hat Nordkorea Gespräche mit den südkoreanischen Nachbarn angeboten und rief ein Ende der Feindschaft mit Südkorea aus. Gleichzeitig kündigte das Land auch einmal mehr den Ausbau seiner militärischen Fähigkeiten an. Präsidentin Park Geun Hye hält ein Treffen für möglich. Ob es tatsächlich stattfinden wird, ist noch unklar.

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21.11.2014: Nordkorea

UNO will Nordkorea vor Gericht bringen

Nordkorea reagiert mit Atomtestdrohung

Das Gebäude des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag. Foto: Hanhil

Die Vereinten Nationen haben erste Schritte eingeleitet, um Nordkorea wegen seiner angeblichen Menschenrechtsverletzungen vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) anzuklagen. Pjöngjang reagierte gereizt und droht mit einem neuen Atomtest. Der zuständige Fachausschuss der UN-Vollversammlung stimmte für eine Resolution, die die Führung in Pjöngjang vor dem in Den Haag ansässigen Gericht bringen könnte. Ob das Gremium der Aufforderung nachkommen wird, ist allerdings unklar.

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13.09.2013: Nordkorea

Nordkorea wieder unter Verdacht

Atomreaktor wieder hochgefahren?

Kühlturm der Yongbyon-Reaktor. Foto: Siegfried Hecker

Im Nuklearzentrum Yongbyon gibt es Anzeichen dafür, dass ein Atomreaktor wieder hochgefahren wurde oder in naher Zukunft hochgefahren werden soll. Auf Satellitenbildern vom 31. August 2013 ist demnach viel weißer Dampf zu erkennen, den die Experten des US-Korea-Instituts an der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität als Anzeichen für eine Wiederinbetriebnahme des abgeschalteten Reaktors sehen. Der Reaktor wurde im Jahr 2007 im Zuge einer Abrüstungsvereinbarung von Nordkorea abgeschaltet.

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07.03.2013: Nordkorea

UNSR-Resolution 2094, Nordkorea provoziert weiter

Nordkorea

Nordkorea hat in der vergangenen Woche auf allen Fronten provoziert: Dem dritten Atomtest des Regimes folgten weitere UN-Sanktionen; auf eine Militärübung der USA und Südkoreas reagierte der jüngste Atomwaffenstaat mit der Drohung eines atomaren Erstschlags gegen Seoul bzw. die USA. Die Hotline zu Südkorea wurde vom Norden gekappt.

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13.02.2013: Nordkorea | Atomtest

Nordkorea führt dritten Atomtest durch

Nordkorea führte am 12. Februar 2013 ohne Vorankündigung den dritten und bisher stärksten Test einer Atombombe durch. Der unterirdische Test war zwar immer noch relativ schwach, Sorge aber bereiten Berichte, es könnte sich um eine kompaktere Bauart handeln, die leichter auf Trägersysteme zu montieren wäre. Auch könnte es sich erstmal um eine Uran-Bombe handeln.

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23.01.2013: Nordkorea | UNSR

UN-Sicherheitsrat beschließt neue Resolution

Der UN-Sicherheitsrat. Foto: Kremlin /gemeinfrei

Am Dienstag, den 22.01.2013 hat der UN-Sicherheitsrat einstimmig weitere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Laut UN-Diplomaten war der Resolutionsentwurf der USA zuvor mit China in ausführlichen Verhandlungen erfolgreich abgestimmt worden, um die Zustimmung Pekings, das als letzter Verbündeter Pjöngjangs gilt, zu erreichen. 

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01.03.2012: Nordkorea | USA

Atomstopp für Lebensmittel

US-Botschafter Glyn Davies, Leiter der Gespräche mit Nordkorea, 2010. Foto: US-Regierung

Die USA und Nordkorea haben vereinbart, dass Nordkorea die Entwicklung von Atomwaffen und das Raketenprogramm einfriert. Im Gegenzug sicherten die USA zu, 240.000 Tonnen Lebensmittel an Nordkorea zu liefern.

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20.12.2011: Nordkorea

Deal mit USA auf Eis gelegt

Die Nachrichtenagentur AP meldete, die USA würden in den kommenden Tagen eine Lieferung von 240 000 Tonnen Nahrungsmitteln an das ausgehungerte Nordkorea bekannt geben. Im Gegenzug könnte das Regime in Pjöngjang einem Abkommen über die Aussetzung seines umstrittenen Programms zur Urananreicherung zustimmen. Doch nach dem Tod Kim Il-Jung ist das weitere Vorgehen unklar. Der Deal liegt auf Eis.

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24.11.2010: Nordkorea

Neue Urananreicherungsanlage in Yongbyon

Siegfried Hecker im Yongbyon Nuclear Scientific Research Center, 2008. Foto: W. Keith LuseDem US-amerikanischen Wissenschaftler Siegfried Hecker wurde auf einer Reise nach Nordkorea am 12. November 2010 von der dortigen Regierung laut eigener Aussage eine „hochmoderne“ Urananreicherungsanlage im Atomkomplex in Yongbyon gezeigt.

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30.09.2010: Nordkorea

Aus Angst vor den USA

Nordkorea behält seine Atomwaffen

Nordkorea will seine Atomwaffen nicht aufgeben. Der Grund sei die Bedrohung, welche die USA für Nordkorea darstellten, sagte der stellvertretende Aussenminister Pak Kil Yon am Mittwoch vor der Uno-Vollversammlung in New York.

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28.05.2010: Nordkorea/Iran

UN-Experten: Nordkorea lieferte Atomtechnik an Iran

Laut einem Bericht einer Expertengruppe der UNO, der den Nachrichtenagentur AP zugespielt wurde, soll Nordkorea heimlich Atomtechnologie und Bauteile für ballistische Raketen exportiert haben. Käufer seien unter anderem Iran, Syrien und Burma gewesen. Entsprechende Exporte seien über Mittelsmänner und dubiose Firmenkonstrukte abgewickelt worden, sagte ein westlicher Diplomat, der ungenannt bleiben wollte, der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings müssten die Hinweise weiter überprüft werden. (Quelle: AP; Spiegel online; Guardian)

09.03.2010: 

Nordkorea droht mit atomarer Aufrüstung

US-amerikanische und südkoreanische Truppen führen ein militärisches Manöver durch. Die nordkoreanische Regierung reagiert scharf mit einer Drohung, ihre Atomwaffen aufzustocken. Damit will sie die USA zwingen ihre "militärischen Drohungen und Provokationen" zu beenden. An dem Manöver nehmen 18.000 US-amerikanische und 20.000 südkoreanische Soldaten teil. Die nordkoreanische Armee wurde auch bereits vor Tagen in Kampfbereitschaft versetzt.

25.01.2010: 

Südkorea bereit zum Erstschlag gegen Nordkorea

General Kim Tae-Young, Foto: US DoD

Als «offene Kriegserklärung» kritisierte das nordkoreanische Volksarmee Pläne Südkoreas für einen militärischen Erstschlag im Fall eines drohenden Atomangriffs durch Nordkorea. Der südkoreanischen Verteidigungsminister General Kim Tae Young bekräftigte, Südkorea müsse für den Fall eines bevorstehenden Angriffs mit Atomwaffen durch Nordkorea zum Erstschlag bereit sein. Kim hatte bereits vor zwei Jahren als damaliger Vorsitzender des Generalstabs ähnliche Bemerkungen gemacht. Schon damals drohte Nordkorea, das bisher zwei Atomtests unternommen hat, mit der Zerstörung des Nachbarstaates.

13.01.2010: 

Noch kein Friedensvertrag für Nordkorea

Washington hat Nordkoreas Forderung nach einem bilateralen Friedensvertrag als Vorbedingung für neue Abrüstungsgespräche eine Absage erteilt. Auch eine Aufhebung der UN-Sanktionen, die Nordkorea zudem als Voraussetzung für die Rückkehr zu den Sechserverhandlungen genannt hatte, wurde ebenso verneint. Erst wenn Pjöngjang wieder an den Verhandlungstisch zurückkehre und nachweise, das Atomwaffenprogramm aufgegeben zu haben, könne über die Unterzeichnung eines Friedensabkommens gesprochen werden, so das Weiße Haus. Süd- und Nordkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950-53) offiziell noch immer im Kriegszustand, nur ein Abkommen über einen Waffenstillstand existiert (XH).

28.12.2009: 

Pakistan half Nordkorea bei Urananreicherung

Laut dem Atomforscher Abdul Qadeer Khan hat Pakistan Nordkorea jahrelang bei der Urananreicherung für sein Atomprogramm unterstützt. Beim Bau von Atombomben habe Nordkorea nicht nur auf Plutonium, sondern auch auf die Anreicherung des ebenfalls radioaktiven Elements Uran gesetzt, wird Khan auf der Website der "Washington Post" zitiert. Pakistan habe Pjöngjang dabei mindestens sechs Jahre lang mit Bauplänen, Bauteilen und technischen Ratschlägen unterstützt.

04.09.2009: 

Nordkorea kann jetzt auch Uran anreichern

Die Experimentierphase der Urananreicherung sei so gut wie abgeschlossen. Dies habe Nordkorea in einem Schreiben an die Vereinten Nationen in New York mitgeteilt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. In hoch angereicherter Form kann Uran ebenfalls zum Bau von Atombomben verwendet werden. «Wir sind zum Dialog und zu Sanktionen bereit», wurde aus dem Brief zitiert. Laut KCNA war das Schreiben die Reaktion Pjöngjangs auf Fragen des UN-Sanktionsausschusses, die dieser im Zusammenhang mit einer aufgedeckten Waffenlieferung Nordkoreas an den Iran gestellt hatte. Die Waffen waren vor etwa einem Monat von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf einem australischen Schiff beschlagnahmt worden. Der UN-Sicherheitsrat will den Fall untersuchen.

Videos

Freundeskreis Nordkorea: Der Fortschritt Nordkoreas ist nicht aufzuhalten, 01.04.2017

Spiegel online: Videoanalyse zu Nordkoreas Bombentest: "China wird vorgeführt", 06.01.2016

Focus online: Mit Atomwaffen: So hart hätten die USA auf einen Grenzübertritt Nordkoreas reagiert, 17.10.2014

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