Israel | Nachrichtenarchiv

  • 05.05.2010 UN-Sicherheitsrat fordert Israel zum Atomwaffenverzicht auf
  • 08.03.2010 Israel will mit französischer Hilfe AKW bauen
  • 29.12.2009 Vanunu erneut festgenommen
  • 02.10.2009 Israel darf weiter zu Atomprogramm schweigen
05.05.2010: Israel

Ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats fordern Israel zum Atomwaffenverzicht auf

Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats (USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China) haben Israel aufgefordert, auf seine Atomwaffen zu verzichten und dem Sperrvertrag (NPT) beizutreten. Es ist das erste Mal, dass die USA sich einem solchen Appell anschließen, statt ihn zu blockieren. Die gemeinsame Erklärung wurde am Rande der in New York stattfindenden NVV-Konferenz am 5. Mai abgegeben.

08.03.2010: Israel/Frankreich

Israel will mit französischer Hilfe AKW bauen

Uzi Landau, israelischer Minister für Infrastruktur

Israel erwägt den Bau eines neuen Atomkraftwerkes. Das Ministerium für Infrastruktur teilte mit, dass Israel bei dem Projekt eine Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Jordanien in Betracht ziehe. Es haben bereits Beratungen mit dem französischen Energieminister Jean-Louis Borloo stattgefunden. Frankreich würde den Kraftwerksbau demnach betreuen und die Technologie stellen, wie bei der Anlage Dimona in der südisraelischen Wüste, die in den 1950er Jahren mit französischer Hilfe errichtet wurde. Es wird vermutet, dass Israel in Dimona Atomwaffen herstellte.

Der Plan für den Bau einen dritten AKW könnte die Diskussion über das israelische Atomwaffenprogramm wieder anheizen, weil Israel den Atomwaffensperrvertrag (NPT) nicht unterzeichnet hat. Unterzeichner des Vertrags -wie z.B. Iran - sollten das Recht auf Atomenergie bekommen, wenn sie auf Atomwaffen verzichten.

29.12.2009: Israel

Vanunu erneut festgenommen

Auf den Vorwurf hin, das Kontaktverbot mit Ausländern gebrochen zu haben, wurde Mordechai Vanunu, bekannter "Whistleblower", in Israel festgenommen. Der frühere Atomtechniker war bereits 1986 wegen Hochverrats angeklagt worden und blieben 18 Jahre im Isolierhaft.

02.10.2009: Israel/USA

Obama: Israel darf weiter zu Atomprogramm schweigen

Benjamin Netenjahu, Foto: Gary Ackerman

Der Washington Times berichtete am 2. Oktober, dass US-Präsident Barack Obama bei einem Treffen mit israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu  versicherte, er würde keinen Druck für eine Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages und für die Zulassung von internationalen Inspektionen auf Israel ausüben. Damit hält er an einer stillschweigenden Vereinbarung mit Israel fest, nach der das Land sein Atomwaffenarsenal nicht vor der internationalen Gemeinschaft offenlegen muss.

[Artikel in Washington Times lesen (in englischer Sprache)]