Nachrichtenarchiv

26.05.2010: 

Großbritannien legt Atomarsenal offen

William Hague, 2007, Foto: opendemocracy

Die neue britische Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten legt kurz nach Amtsantritt ihr Atomwaffenarsenal offen und limitiert die Zahl der Sprengköpfe. Die überraschende Ankündigung lässt sich als eine Art vertrauensbildende Maßnahme verstehen: Außenminister William Hague gab am Mittwoch (26.05.2010) im Unterhaus erstmals eine Obergrenze der atomaren Sprengköpfe des Landes bekannt. Im Atomarsenal sollten künftig nicht mehr als 225 solcher Waffen lagern, sagte Hague. Momentan seien 160 Atomsprengköpfe einsatzbereit. Eine nicht näher bezeichnete Zahl von Sprengköpfen ist derzeit außer Gefecht.

Der Minister kündigte zugleich an, dass die Richtlinien für den Einsatz von Nuklearwaffen überarbeitet würden. Es sei an der Zeit, mit solchen Informationen transparenter umzugehen, sagte Hague. "Dies wird dabei weiterhelfen, ein Vertrauensklima zwischen Staaten mit atomaren und nichtatomaren Waffen zu schaffen, an dem es in den vergangenen Jahren gemangelt hat", betonte der Minister. (Quelle: Deutsche Welle; Spiegel)

[Pressemitteilung der britischen Regierung]
20.03.2010: 

Gemeinsame Patrouille mit Atom-U-Booten

Der britische Premierminister Gordon Brown kündigt an, dass Großbritannien und Frankreich künftig bei der »atomaren Abschreckung« enger zusammenarbeiten wollen.  Eine Übereinkunft habe er mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy bei dessen Besuch in London vergangene Woche getroffen. Beide Länder sollen einem Bericht zufolge Gespräche über »gemeinsame Patrouillen von mit Atomraketen bestückten U-Booten« geführt haben.

» lesen

29.09.2009: 

Atomflotte wird verkleinert

Britischer Premierminister Gordon Brown beim Weltwirtschaftsforum 2008, Foto: WEF

Der britische Premierminister Gordon Brown kundigte an, die Zahl der britischen Atom-U-Boote von vier auf drei zu reduzieren. Allerdings soll der Bestand von 160 Atomsprengköpfe beibehalten werden. Brown hat die Reduzierung als Beitrag des Landes zu der von US-Präsident Obama verkündeten weltweiten atomaren Abrüstung darstellen wollen. Großbritanniens Verteidigungsminister Ainsworth hatte bereits eine Reduzierung der Atom-Flotte aus Ersparnisgründen angedeutet. (xh)