Aktuelles | Großbritannien

05.04.2017: Großbritannien

Großbritannien lehnt die Rechtsprechung des IGH bezüglich nuklearer Waffen ab

IGH-RichterInnen bei der Anhörungen zur Klage der Marshall-Inseln. Foto: UN/IGH

Das Vereinigte Königreich ist die einzige anerkannte Atommacht, die die Gerichtsbarkeit des Internationalen Gerichtshofs (IGH) verpflichtend anerkennt. Jetzt rudert sie zurück und fügt der Anerkennung des IGHs den Zusatz bei, dass Gerichtsverfahren bezüglich atomarer Waffen und Abrüstung gegen Großbritannien nur unter Einbezug aller nach dem NVV anerkannten Atomwaffenstaaten möglich sein sollen.

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24.01.2017: Großbritannien

Britische Regierung vertuschte gescheiterten Raketentest

Theresa May, Portrait aus Abode of Chaos. Foto: Thiery Ehrmann / CC 2.0

Die britische Royal Navy führte am 20. Juni 2016 einen Atomraketentest vor der Küste Floridas durch. Die Rakete hätte vor der Küste Afrikas in den Atlantik einschlagen, stattdessen schlug sie den entgegengesetzten Kurs in Richtung US-Küste ein. Die Rakete konnte jedoch mit Hilfe der eingebauten Selbstzerstörungsfunktion vor Erreichen der Küste unschädlich gemacht werden. Die Regierung hat versucht, den Vorfall zu vertuschen.

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22.07.2016: Großbritannien

Britisches Parlament beschließt Bau neuer Atom-U-Boote

Atom U-Boot "Vanguard" kehrt zurück zum Marinestützpunkt am Clyde, Foto: Tam McDonald, UK MoD

Die Debatte über die Erneuerung des britischen „Trident“-Atomwaffensystems ist vorerst durch eine Abstimmung im Unterhaus des Parlaments beendet. Die überwältigende Mehrheit stimmten mit 472 Abgeordnete dafür, 117 dagegen. Die meisten Gegenstimmen gehörten schottischen Abgeordneten. Die Abstimmung kam für die Labour-Partei zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da sie über die Frage uneinig ist. Somit war es möglich für die neue konservative Regierung, die Entscheidung problemlos durchzusetzen.

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24.06.2016: Großbritannien

Burghfield wird blockiert

Blockade an der englischen Atomsprengkopffabrik Burghfield nahe Londons. Foto: Marion Küpker / GAAA

Seit der ersten Juniwoche findet in Burghfield eine Protestaktion von Atomwaffengegnern statt. Ziel der Aktion ist es, das „Atomic Weapons Establishment“ (AWE) für Transportfahrzeuge unzugänglich zu machen. Das AWE ist ein öffentliches Unternehmen, das für Entwicklung, Bau, Wartung und Stilllegung von Atomwaffen in Großbritannien zuständig ist.

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18.11.2015: Großbritannien

Streit über die Modernisierung von Trident

Jeremy Corbyn No More War. Foto (bearb.): Garry Knight. CC 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

In Großbritannien brennt die Debatte um die Modernisierung des Trident-Atomsystems. Bislang hatte die britische Regierung der Royal Navy zugesichert, die vier veralteten U-Boote der Vanguard-Klasse durch ebenso viele Boote vom Typ Successor zu ersetzen. Doch die Meinungen über eine Modernisierung von Trident gehen auseinander. Am 1.11.2015 stimmte die schottische Labour-Partei mit einer Mehrheit von 70 Prozent gegen die nukleare Instandhaltung.

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20.05.2015: Großbritannien

Whistleblower: Das britische Trident-Atomwaffensystem ist marode

HMS Victorious. Foto: http://www.defenceimagery.mod.uk/fotoweb/archives/5042-Downloadable%20Stock%20Images/Archive/Royal%20Navy/45143/45143828.jpg

Am Sonntag, den 17. Mai berichtete die schottische Zeitung Sunday Herald, dass ein Ingenieur auf dem Atom-U-Boot HMS Victorious gravierende Probleme mit dem britischen Atomwaffensystem gemeldet habe. In seinem 18-seitigen Bericht beschreibt er Zustände auf den U-Booten, die einem "vorprogrammierten Desaster" gleichkämen. Bisher spricht alles dafür, dass seine Aussage glaubwürdig ist. William McNeilly ist inzwischen in Haft, nachdem er sich mehrere Tage nach der Veröffentlichung des Berichts auf der Flucht ins Ausland am Flughafen in Schottland der Militärpolizei gestellt hat.

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21.12.2014: Großbritannien

Großbritannien hält an „minimaler Abschreckung“ fest

Susan le Jeune d'Allegeershecque, britische Botschafterin zu Österreich. Foto: FCO

Auf der Staatskonferenz zu den humanitären Folgen von Atomwaffen in Wien bekräftigt das Vereinigte Königreich einmal mehr, dass es in den nächsten zehn Jahren ein „Minimum“ seines Atomwaffenarsenals behalten werde. Bedroht fühlt sich das Land vor allem von Nordkorea.

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23.11.2014: Großbritannien | USA

Multimillionen-Deal mit den USA für Trident

Von General Dynamic gebautes Ohio-Klasse Atom-U-Boot mit den Abschussrohre offen. Foto: US-Navy

Die Regierung von Großbritannien hat einen Deal mit den USA abgeschlossen, ein Dutzend neue Trident-Raketen zu kaufen. Dies geschieht ein Jahr, bevor das britische Parlament sich damit befassen wird, ob das bestehende Atomwaffensystem erneuert werden sollte.

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05.10.2011: Großbritannien

Großbritanniens Ausgaben für Atomwaffen schießen in die Höhe

Die Veröffentlichung eines bisher geheimen Berichts des britischen Verteidigungsministeriums legt offen, dass die britische Regierung die Ausgaben für ihr Atomwaffenprogramm deutlich erhöhen will.

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28.02.2011: Großbritannien

Debatte um Trident geht weiter

Unabhängige Kommission ins Leben gerufen

Die Modernisierung des britischen Atomwaffensystems „Trident“ wird nochmals überprüft. BASIC rief die Idee einer unabhängigen Kommission ins Leben, um die Frage der britischen Atomwaffenpolitik inklusive Trident-Modernisierung kritisch unter die Lupe zu nehmen.

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02.11.2010: Großbritannien | Frankreich

Großbritannien und Frankreich zeichnen Vertrag

Gemeinsame Forschung und Tests für Atomwaffen

Heute werden der britische Premierminister Cameron und der französische Präsident Sarkozy einen Kooperationsvertrag über gemeinsame Forschung und Testen von Atomwaffen in London unterzeichnen. Gleichzeitig wird ein zweiter Vertrag über militärische Zusammenarbeit unterschrieben.

» lesen[AFPde Video: London und Paris vereinbaren Atomwaffen-Zusammenarbeit ]

20.10.2010: Großbritannien

Großbritannien legt neue Atomwaffendoktrin vor

Trident-U-Boot erst 2028 auf See

Der britische Verteidigungsetat wird gekürzt und damit die Erneuerung des Atomwaffenprogramms hinausgeschoben, sagte der britische Premierminister David Cameron am Dienstag. Er legte den ersten Strategischen Verteidigungsbericht seit zwölf Jahren vor.

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26.09.2010: Großbritannien

Wird Trident-Modernisierung verschoben?

Die Modernisierung der britischen Atomstreitmacht wird möglicherweise um Jahre verschoben. Premierminister David Cameron erklärte, es sei angebracht, zu überprüfen, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Erneuerung des Tridentsystems stimme.

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