Wellenstrahlung

engl.: wave radiation

Bei der Strahlung unterscheidet man Teilchenstrahlung (Neutronen-, Beta- und Alphastrahlen) und Wellenstrahlung (Gamma- und Röntgenstrahlen). Teilchenstrahlung gibt die Energie auf einer kurzen Wegstrecke vollständig ab (im Körpergewebe innerhalb von 1 mm); Wellenstrahlung reicht dagegen weit und wird erst durch Entfernung abgeschwächt. 

Bei den Gammastrahlen handelt es sich um elektromagnetische Wellen höherer Energie (Energiequanten), die im Gegensatz zu Alpha- und Betastrahlen sogar teilweise Beton, Blei und Stahl zu durchdringen vermögen. Sie entstehen auch fast immer zugleich mit Alpha- und Betastrahlen. 

Gamma-Strahlung kann als elektromagnetische Welle bezeichnet werden und gleicht daher vom Wesen her der Röntgenstrahlung und dem sichtbaren Licht. Wesentlicher Unterschied: Röntgenstrahlung hat ihren Ursprung in der Atomhülle, Gammastrahlung im Kern.

Gamma-Strahlung tritt oft auf, wenn beim Alpha- oder Beta-Zerfall überschüssige Energie in Form von Strahlung abgegeben wird. Sehr oft entsteht sie, wenn ein Atomkern aus einem energiereichen in einen energieärmeren Zustand zurückfällt. Genau wie Licht breitet sich Gamma-Strahlung mit Lichtgeschwindigkeit aus. Sie hat eine viel höhere Reichweite als Alpha- oder Beta-Strahlung: Um sie abzuschirmen, braucht man – abhängig von ihrer Energie – Bleischilde mit einer Dicke von mindestens 20 Zentimetern oder Betonwände von mindestens einem Meter Dicke. (LL)

Bearbeitungsstand: Februar 2013

siehe auch: Radioaktive Strahlung

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