Vogelsang

ehem. Atomwaffenstandort, Deutschland

ehem. Atomwaffenstandort Vogelsang. Bild: Digital GlobeDie ehemalige Raketenstellung Vogelsang (53°03'34“N, 13°22'43“O) lag ca. 60 km nördlich von Berlin. Die damalige Sowjetunion verlegt 1958 kurzzeitig während der Berlinkrise erstmals Atomraketen außerhalb der Landesgrenzen, unter anderem auch in den Raum Vogelsang. Dabei handelte es sich um zwei Feuerbatterien mit je drei Raketen des Typs R-5M. Sie verfügten über einen Nuklearsprengkopf von 30 KT und hatten eine Reichweite von ca. 1200 km. Damit konnten Ziele in Mitteleuropa erreicht werden. Ihre Treffgenauigkeit lag bei 2.000 m. Die Einsatzbereitschaft bestand aber nur von Mai bis September 1959. Danach erfolgte die Rückverlegung in die UdSSR.

In den Folgejahren wurden die vorhandenen raketentechnischen Einrichtungen von der Raketenbrigade der 20. Gardearmee genutzt. Es ist bekannt, das unter anderem FROG 7 Raketen in Vogelsang stationiert waren. Dazu gehörte auch die Einlagerung von Nuklearsprengköpfen mit unterschiedlicher Sprengkraft von 3-200 KT. (Quelle: Wehrkunde und wissenschaftliche Waffenkunde, Band 14)

Bearbeitungsstand: Oktober 2012

Weitere Informationen über Atomwaffenstandorte in Deutschland

siehe auch: KT (Kilotonne)
siehe auch: Sprengkopf
siehe auch: Treffgenauigkeit

zurück