Vorwarnzeit

engl.: pre-warning time

Im sicherheitspolitischen Sprachgebrauch umfasst die Vorwarnzeit jene Zeitspanne, die zwischen dem Erkennen gegnerischer militärischer Maßnahmen und dem wirklichen Geschehen liegt. Je länger die Vorwarnzeit ist, desto mehr Gegen- und Schutzmaßnahmen können getroffen werden. Während des Kalten Krieges wurde unter Vorwarnzeit in der Regel das Erkennen eines atomaren Schlages mit Interkontinentalraketen verstanden. Grundsätzlich gilt, dass landgestützte Interkontinentalraketen eine längere Vorwarnzeit als seegestützte Interkontinentalraketen haben. Als besonders gefährlich wurden Waffensysteme eingestuft, die auf Grund ihrer sehr kurzen Vorwarnzeit keine Gegenmaßnahmen mehr zuließen. Dazu zählten im Kalten Krieg auf russischer Seite die auf Westeuropa gerichtete SS-20 Rakete und auf US-amerikanischer Seite die auf Russland gerichteten Pershing 2 und Cruise Missile. (LL)

Bearbeitungsstand: April 2008

siehe auch: Cruise Missile
siehe auch: Interkontinentalrakete
siehe auch: Kalter Krieg
siehe auch: Pershing-II-Rakete

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