Uranhexafluorid

engl.: uranium hexafluoride

Uranhexafluorid in einem Ampule, Foto: US DoE

Uranhexafluorid (UF6) ist eine leicht flüchtige, äußerst giftige, radioaktive und korrosive Verbindung aus Uran und Fluor, die in der Uran-Anreicherung eingesetzt wird.

Uranhexafluorid kann - abhängig von Druck und Temperatur - fest, flüssig oder gasförmig vorliegen. Bei Atmosphärendruck ist es bis zu einer Temperatur von 57° C ein weißer, kristalliner Feststoff. Flüssiges UF6 erhält man nur bei Temperaturen über 64° C und mehr als 1,5-fachem Atmosphärendruck.

Uranhexafluorid ist nicht brennbar, nicht explosiv und beständig gegen trockene Luft. Es reagiert hingegen sehr heftig mit Wasser (beispielsweise Luftfeuchtigkeit), wobei das wasserlösliche Uranylfluorid (UO2F2) und Fluorwasserstoff (HF) entstehen.

In Gasform dient UF6 zur Trennung der Uranisotope nach dem Gasdiffusionsverfahren oder mittels Ultrazentrifugen.

Da Natururan (Yellow Cake) nicht für die heute betriebenen Leichtwasserreaktoren geeignet ist, weil für diese Uran mit einem Anteil von 2-4 % Uran-235 benötigt wird, muss es erst angereichert werden. Für alle Anreicherungsverfahren muss das Uran in das gasförmige Uranhexafluorid (UF6) umgewandelt werden. (XH)

Bearbeitungsstand: September 2009

siehe auch: Ultrazentrifuge
siehe auch: Urananreicherung
siehe auch: Uran-235

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