Tightrope

US-Atomtest

Der letzte Atomtest der Testserie “Operation Fishbowl” wurde am 4. November 1962 um 9.30 Uhr Ortszeit südwestlich von der Johnstoninsel durchgeführt.  Hierzu war eine W31-Bombe auf eine Nike-Hercules-Rakete montiert worden.

Die Bezeichnung „Operation Fishbowl“ stand für eine Serie von Atomtests in weltraumnahen Luftschichten. Die Höhe der Detonation der Tightrope-Bombe war im Vergleich zu anderen Tests der Serie relativ gering, nur 23.000 m. Die Sprengkraft soll weniger als 20 kt betragen haben, vielleicht sogar nur 10 kt.

Gleichzeitig mit der Bombe wurden sieben Raketen mit Messinstrumenten von der Johnstoninsel gestartet, um den Test zu untersuchen.

Tightrope gilt als der letzte oberirdische Atomtest der USA. Weitere Dispersionstests mit Plutonium fanden im Rahmen der „Operation Roller Coaster“ ebenfalls oberirdisch statt, hatten aber keine Sprengkraft (zero-yield). Spätere unterirdische Tests haben manchmal unbeabsichtigt die Erdoberfläche durchbrochen und Krater verursacht.

Bearbeitungsstand: Oktober 2012

Siehe auch: Johnston Atoll
siehe auch: KT (Kilotonne)
siehe auch: Nike-Hercules
siehe auch: Sprengkraft

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