START-I-Vertrag

engl.: START 1 Treaty

Bush und Gorbatschow unterschrieben START-I-Vertrag, Foto: George Bush Presidential Library

Ziel des START-I-Vertrages ist Reduzierung der strategischen Nuklearwaffensysteme innerhalb von 7 Jahren um ca. ein Drittel gegenüber 1991 auf gemeinsame Obergrenzen von 1.600 Trägersystemen und 6.000 Gefechtsköpfe. Der START-I-Vertrag ist das Ergebnis von mehr als neun Jahren intensiver Verhandlungen zwischen den USA und der damaligen UdSSR. Sowohl bei den Trägersystemen (land- und seegestützte ICBMs, schwere Bomber) als auch bei den Sprengköpfen werden Obergrenzen festgesetzt, die deutlich niedriger liegen als die vorhandenen Bestände. In der Konsequenz bewirkte START I also erstmalig Einschnitte in die Bestände strategischer Waffen. Sie erreichen zwar auf Grund bestimmter Zählregeln nicht die ursprünglich anvisierte Marke von 50 Prozent, aber immerhin wird die Gesamtzahl der Sprengköpfe um 25 Prozent auf amerikanischer und um 35 Prozent auf sowjetischer/russischer Seite reduziert. (Quelle: armscontrol.de)

Der START-I-Vertrag wurde im Juli 1991 zwischen den USA und der damaligen UdSSR unterzeichnet und ist mit dem Beitritt von Belarus, Ukraine und Kasachstan als atomwaffenfreie Staaten zum Atomwaffensperrvertrag (NPT) am 5. Dezember 1994 in Kraft getreten. Die Implementierung von START I kommt weiter gut voran. Die Atomwaffen aus Kasachstan sind 1995, aus Ukraine und Belarus 1996 bereits nach Russland abgezogen. (XH)

Weitere Informationen zu den START-Verträge

Bearbeitungsstand: September 2008

siehe auch: Atomwaffensperrvertrag

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