SOTOBAYASHI Hideto

1929-2011

Prof. Sotobayashi, Friedensglocke Volkspark Friedrichshain, Berlin, 2010, Foto: IPPNW

Prof. Sotobayashi, geboren in Nagasaki, überlebte als 16-jähriger Schüler den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Der Professor für Physikalische Chemie lebt seit 1957 in Berlin und lehrte an der Technischen Universität Berlin und am Max-Planck-Institut. 1971 habilitierte er an der TU Berlin und arbeitete dort bis 1994 als Professor für physikalische Chemie. Er ist am 28. Dezember 2011 gestorben.

Oberbürgermeister für den Frieden Jann Jakobs sagte: "Professor Sotobayashis Einsatz für ein zentrales Denkmal in der Landeshauptstadt Potsdam hat maßgeblich dazu beigetragen, dass es einen Gedenkort am jetzigen Hiroshima-Nagasaki-Platz gibt". Der Gedenkort ist ein Zeugnis des persönlichen Engagements von Prof. Hideto Sotobayashi und dadurch untrennbar mit seinem Namen verbunden. Am 25. Juli 2010 konnte der Gedenkort vor der Truman-Villa in Babelsberg mit einer Gedenkveranstaltung an die Öffentlichkeit übergeben werden. 

Hideto Sotobayashi hatte in Potsdam erstmals seit dem Atombombenabwurf über sein Schicksal 2007, nach sechzig Jahren des Schweigens aus Angst, die Kinder seines Bruders würden wegen Verwandschaft mit Strahlenopfer ausgegrenzt, öffentlich erzählt. In seinen Erlebnisberichten, die er in den folgenden vier Jahren schon an mehr als 150 Orten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden vorgestellt hat, wurde immer wieder aufs Neue deutlich, dass das Ausmaß der Katastrophe von Hiroshima fast unbeschreiblich ist.

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