Sergeant-Rakete

engl.: Sergeant missile

Die Sergeant-Rakete war eine US-amerikanische atomare Kurzstreckenrakete mit einer maximalen Reichweite von 140 km. Während des Kalten Krieges waren in Westdeutschland von 1965 bis 1977 insgesamt vier Verbände in den Standorten Wesel/Niederrhein (RakArtBtl 150), Montabaur/Rheinland-Pfalz (RakArtBtl 350), Großengstingen/Schwäbische Alb (RakArtBtl 250) und Itzehoe/Schleswig Holstein (RakArtBtl 650) stationiert. Die mit einem Feststoffmotor ausgestattete Rakete wurde vor dem Einsatz auf einem fahrbaren Raketenwerfer montiert. Sie hatte eine Startmasse von 4530 kg, einen Durchmesser von 0,79 m, eine Länge von 10,52 m und eine Flossenspannweite von 1,80 m. Die Lenkung erfolgte über ein Trägheitsnavigationssystem. Die Sergeant-Rakete war mit dem Nuklearsprengkopf W52 ausgerüstet, der über eine Sprengleistung von 200 KT verfügte. Ab 1977 wurde die Sergeant von der Kurzstreckenrakete Lance abgelöst. (LL)

Bearbeitungsstand: September 2009

siehe auch: Kurzstreckenrakete

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