Sprengkraft

engl.: yield, explosive force

Die Explosionsenergie (Detonationswert) wird in den Maßeinheiten Kilotonne (KT) und Megatonne (MT) angegeben. Diese Maßeinheiten bezeichnen die Energie, die von 1000 bzw. 1 Million Tonnen TNT (Trinitrotoluol) freigesetzt wird. Die über Hiroshima abgeworfene Atombombe (Little Boy) hatte einen Detonationswert von 12,5 KT. Die Nagasaki-Bombe (Fat Man) hatte einen Detonationswert von 22 KT. (Anmerkung: 200 g TNT reichen aus, um einen Menschen zu töten!)

Variable Sprengkraft
Atomsprengköpfe verfügen entweder über eine bestimmte unveränderbare Sprengkraft oder es besteht die Möglichkeit die Sprengkraft zu variieren. Zu Beginn der Entwicklung gab es ausschließlich Sprengköpfe mit einem unveränderbaren KT-Wert.

Der auch in Deutschland stationierte Starfighter vom Typ F104G war bis 1968 mit einer Fliegerbombe vom Typ MK.43 bewaffnet, die eine feste Sprengkraft von 1 MT hatte. Ab 1968 erfolgte die Umrüstung auf das Modell MK.57 mit einer variablen Sprengkraft von 5 bis 20 KT.

Die noch heute auch in Deutschland bereitgehaltene Fliegerbombe aus der B-61 Familie bietet die Möglichkeit, vor dem Einsatz variabel aus vier unterschiedlichen Optionen zu wählen. Damit offeriert diese Waffe vielfältige Möglichkeiten im Einsatz und eine große Flexibilität. Die kleinste Sprengkraft der nicht-strategischen Versionen liegt bei 0,3 KT, also in der Größenordnung einer Mininuke; die größte bei einem Vielfachen der in Hiroshima eingesetzten Waffe (170 KT) und liegt damit im Bereich der Sprengkraft strategischer Waffen. LL (Quellen: BITS)

Bearbeitungsstand: Dezember 2016

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