Strontium

Das Element wurde im Jahre 1795 von dem schottischen Arzt Adair Crawford (1748-1795) in Edinburgh entdeckt. Er untersuchte das in der Nähe des Ortes Strontian gefundene Mineral Strontianit und stellte fest, dass sich die Flammenfärbung bei der Flammprobe des gemahlenen Minerals im Gegensatz zum Calcium geringfügig unterschied. Sir Humphrey Davy gelang es im Jahre 1808 als erstem, metallisches Strontium in unreiner Form herzustellen. Das Element wurde durch M.H. Klaproth nach dem Mineral Strontianit, bzw. nach der schottischen Ortschaft Strontian benannt.

Das Metall Strontium besitzt nur einen geringen technischen Nutzen. In geringem Umfang wird es für Elektronenröhren, zum Härten von Bleiplatten in Akkumulatoren, zum Entfernen von Schwefel und Phosphor aus Stahl und zur Härtung harter Spezialstähle verwendet. Von größerer Bedeutung sind die Strontiumverbindungen. Strontiumnitrat erzeugt in Feuerwerkskörpern und Signalraketen die rote Farbe. Strontiumoxid wird dem Glas von Fernsehbildschirmen zur Strahlungsverminderung beigemischt. Strontiumbromid ist ein in der Medizin verwendetes Beruhigungsmittel.

Das radioaktive Isotop Sr-90 ist ein vielfach verwendeter Betastrahler. Es wird als Markierungssubstanz, zur Dickenmessung und in der Nuklearmedizin zur Strahlentherapie eingesetzt. In Strontiumbatterien dient es zur direkten Umwandlung von Betastrahlung in elektrische Energie. (Thomas Seilnacht www.seilnacht.tuttlingen.com)

Bearbeitungsstand: Juli 2005

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