Sechs-Nationen-Initiative

engl.: six nation initiative

Die Sechs-Nationen-Initiative wurde 1984 von den Regierungschefs von Argentinien, Griechenland, Indien, Mexiko, Schweden und Tansania ins Leben gerufen. Sie wollte die Verhandlungen über ein umfassendes Teststoppabkommen zu einem Zeitpunkt wiederbeleben, an dem der Kalte Krieg besonders gefährlich eskalierte. Die Parliamentarians for Global Action brachten die Idee auf und koordinierten den Kontakt zu den Regierungen. Die Gruppe wurde als eine „Friedensinitiative von fünf Kontinenten“ vorgestellt, die frei ist vom Blockdenken.

Unter Leitung des schwedischen Premierministers Olof Palme, der diese Aufgabe bis zu seiner Ermordung im Jahr 1986 wahrnahm, brachte die Initiative die Stockholmer Erklärung (Stockholm Declaration) heraus.

Die Sechs-Nationen-Initiative war vor allem deshalb wichtig, weil sie das Problem [der atomaren Bedrohung] in das politische Bewusstsein brachte und auf der ganzen Welt Aktionen anstieß. Außerdem stellten die Nicht-Atomwaffenstaaten fest, dass sie die Atomwaffenstaaten beeinflussen können. (IPPNW: Per Express zur atomwaffenfreien Welt, S. 73)

Bearbeitungsstand: November 2004

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