START-II-Vertrag

engl.: Strategic Arms Reduction Talks (START) II Treaty

Bush und Jelzin unterschrieben START-II-Vertrag, Foto: US National Archives

Der START-II-Vertrag zu Verhandlungen über die Reduzierung strategischer Waffensysteme ist am 03. Januar 1993 zwischen den USA und Russland unterzeichnet worden. Er sieht eine über START-I hinausgehende Reduktion der beiderseitigen Atomwaffenarsenale auf maximal 3.500 Gefechtsköpfe pro Seite vor, d.h. auf ein Drittel des Bestandes von 1991. Er verbietet ferner alle landgestützten strategischen Nuklearwaffen mit Mehrfachsprengköpfen.

Der US-Senat ratifizierte am 26. Januar 1996 den START-II-Vertrag mit großer Mehrheit (87:4); die Ratifizierung der russischen Seite erfolgte erst am 6. Mai 2000 nach langem Hin und Her. Das russische Ratifizierungsgesetz listet als Vorbehalt eine Reihe von Situationen auf, wie beispielsweise den Fortbestand des Raketenabwehrvertrages durch die USA, bei deren Vorliegen sich Russland einseitig aus dem START-II-Vertrag lösen kann. Dieser Fall trat durch die Kündigung des Raketenabwehrvertrages (ABM) durch die Regierung Bush im Juni 2002 ein. Ein neues Abkommen zwischen George W. Bush und Wladimir Putin vom Mai 2002 (SORT) ersetzte den START-II-Vertrag. Der SORT-Vertrag sah keine Kontrollmechanismen vor und wäre 2012 ausgelaufen, wurde jedoch durch den 2011 in Kraft getreten New START-Vertrag ersetzt. (RH)

Bearbeitungsstand: Januar 2012

Weitere Informationen zur Geschichte des START II-Vertrages

siehe auch: Abrüstung
siehe auch: SORT-Vertrag
siehe auch: Strategische Atomwaffen
siehe auch: New START-Vertrag

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