Stockholmer Appell

engl.: Stockholm Appeal

Vom Ständigen Komitee des Weltfriedenskongresses wurde am 19.3.1950 der als »Stockholmer Appell« bezeichnete Aufruf aufgesetzt, Atomwaffen zu bannen. Hintergrund war das beginnende atomare Wettrüsten: Am 23.8.1949 hatte die Sowjetunion ihre erste Atombombe gezündet, im Januar 1950 der amerikanische Präsident den Bau einer Wasserstoffbombe angeordnet.

Im Jahr 1988 erklärte der schwedische Premierminister Ingvar Carlsson (Nachfolger von Olof Palme) bei der dritten UN-Sondersitzung zu Abrüstungsfragen, dass der Stockholmer Appell „...die Verantwortung aller Staaten dafür betone, bei ihren außenpolitischen Beziehungen das Recht zu beachten. Die Atomwaffenstaaten spielen eine entscheidende Rolle. (...) Ein wichtiger Schritt wäre ein Verbot von Atomwaffen. Und ich bin davon überzeugt, dass die Zeit gekommen ist, die Möglichkeit zu diesem Schritt zu erwägen. (...) Jetzt gegen Ende des 20. Jahrhunderts, sollten Staaten und Regierungschefs eigentlich so zivilisiert sein, dass sie das Völkerrecht einhalten.“ (IPPNW: Per Express zur atomwaffenfreien Welt, S. 73)

Bearbeitungsstand: November 2006

siehe auch: Atombombe

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