Reststrahlung

engl.: residual radiation

Bei jeder oberirdischen Atomexplosion wird Radioaktivität freigesetzt. Diese kann durch entsprechende Messungen in der Atmosphäre und an der Erdoberfläche nachgewiesen werden.
In der Regel wird nur zwischen Anfangsstrahlung (innerhalb der ersten Minute nach der Detonation) und Rückstandsstrahlung unterschieden. Ist Radioaktivität auch noch nach Jahren oder Jahrzehnten am Detonationsort oder in der Umgebung nachweisbar, so spricht man von Reststrahlung. Dies gilt generell für alle oberirdischen Detonationen, bei denen der Feuerball den Boden berührt und damit das Erdreich verseucht hat. Aber auch als Folge des Reaktorunglücks in Tschernobyl lässt sich heute noch eine erhebliche Reststrahlung nachweisen, die für die dort lebende Bevölkerung eine große Gefahr darstellt. (LL)

Bearbeitungsstand: Juni 2010

siehe auch: Anfangsstrahlung
siehe auch: Rückstandsstrahlung
siehe auch: Radioaktivität

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