Russell-Einstein-Manifest

Am 9. Juli 1955, veröffentlichten der Philosoph Bertrand Russell und der Physiker Albert Einstein ihre berühmte Erklärung, in der sie gemeinsam mit neun weiteren namhaften Wissenschaftlern vor den Gefahren eines Krieges mit Nuklearwaffen warnten und die Regierungen der Welt aufforderten, Wege für eine friedliche Lösung aller ihrer Kontroversen zu finden. Auch wenn das Russell-Einstein-Manifest unter dem Eindruck des Ost-West-Konflikts geschrieben wurde, seine Kernaussagen sind auch heute noch unverändert gültig.

Einsteins und Russels Zweifel am Urteilsvermögen der Verantwortlichen in aller Welt gelten deshalb weiterhin: "Die breite Öffentlichkeit, ja sogar viele Personen in verantwortlichen Positionen, haben nicht begriffen, was in einem Krieg mit nuklearen Bomben auf dem Spiele steht."

Russell, Einstein und ihre Kollegen fühlten sich in der Pflicht, vor dem zu warnen, was ihnen aufgrund ihrer Fähigkeit zum wissenschaftlichen, logisch konsequenten Denken unvermeidlich erschien. "Um die Zukunft der Menschheit zu sichern, müssen wir nicht nur die Instrumente der Kriegsführung vernichten, sondern den Krieg selbst. So lange der Krieg eine anerkannte gesellschaftliche Einrichtung ist und so lange Konflikte mit militärischen Mitteln gelöst werden, besteht die Gefahr, dass ein Krieg … weltweit eskaliert und Massenvernichtungswaffen zum Einsatz kommen … Eine Welt ohne Krieg ist zu einer äußersten Notwendigkeit geworden. Sie zu erschaffen, muss zu unserem unerschütterlichen Ziel werden." (Joseph Rotblat) (Quelle: www.dpg-physik.de)

Bearbeitungsstand: Juli 2007

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