Pluton-Rakete

Das taktische nukleare Boden/Boden Rakentenartilleriesystem Pluton wurde in den frühen 1960er Jahren entwickelt und gehörte von 1974 bis 1992 zum Arsenal der französischen Atomstreitmacht Force de Frappe. Es ersetzte den HONEST JOHN Raketenwerfer amerikanischer Bauart. Die Feststoffrakete Pluton war auf einem modifizierten Fahrgestell des Kampfpanzers AMX 30 montiert. Zum Abschuss musste der Raketenbehälter nach hinten geklappt werden. Die Steuerung der Rakete während des Fluges erfolgte über eine SAFEM Trägheitslenkung.

Die Pluton Raketen konnten mit unterschiedlichen Gefechtsköpfen bestückt werden:

  • Nuklearsprengkopf mit 15 KT Sprengleistung gegen taktische Ziele
  • Nuklearsprengkopf mit 25 KT Sprengleistung gegen strategische Ziele
  • Konventioneller 500 kg Splittergefechtskopf

 

 Es wurden 5 Pluton-Regimenter mit insgesamt 30 Startern in Dienst gestellt. Insgesamt wurden 120 Raketen den Truppen übergeben.

  • 3. Artillerie-Regiment in Mailly
  • 4. Artillerie-Regiment in Laon
  • 15. Artillerie-Regiment in Suippes
  • 32. Artillerie-Regiment in Oberrhoffen
  • 74. Artillerie-Regiment in Belfort

Nach Ende des Kalten Krieges wurden die Pluton-Kurzstreckenraketen 1993 ausgemustert und verschrottet. Der bereits entwickelte Nachfolger HADES gelangte nicht mehr zur Einführung.


Technische Daten:

Länge: 7,59 m
Gewicht: 2430 kg
Nutzlast: 500 kg
Einsatzreichweite: 120 km
Antrieb: 1 Stufe Feststoff
Treffgenauigkeit (CEP): 150-200 m
(Quelle: www.panzerbaer.de)

Bearbeitungsstand: Oktober 2009


siehe auch: CEP-Wert
siehe auch: KT (Kilotonne)

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