Plesetsk

Einer der ehemals geheimsten Orte der Welt, das »Objekt Angara«, ist heute bekannt unter dem Namen Plesetsk. Es ist das einzige Kosmodrom auf dem europäischen Kontinent. Rund 800 Kilometer nordöstlich von Moskau und 190 Kilometer südlich von Archangelsk, auf 63 Grad nördlicher Breite und 40 Grad östlicher Länge begann am 11. Januar 1957 die Geschichte des bis zum heutigen Tage am meisten frequentierten Raketenstartgeländes der Welt. Auf Grundlage des Dekrets Nr. 61-39 der Regierung der UdSSR erfolgte damals der Aufbau des Raketenstartplatzes Plesetsk. In den Jahren bis 1969 erfolgten hier Tests und Starts von ballistischen Interkontinentalraketen der R-7-Reihe des Chefkonstrukteurs Korolyov. Im Jahr 1960 war die volle Einsatzbereitschaft des Startgeländes am Startplatz Nr. 1 hergestellt. Die Startanlagen Nr. 2, 3 und 4 gingen im Juli 1961 in Betrieb. Ab 1964 waren bis zu 15 Startmöglichkeiten verfügbar.

Ab 1963 begann die zivile Nutzung für wissenschaftliche Missionen. Die geographische Lage ermöglichte den Abschuss von Raketen in Umlaufbahnen die von Baikonur aus nicht erreichbar waren, wie beispielsweise die polare Umlaufbahn. Mit dem Einsatz von Vostok- und Voskhod-Raketen erfolgten auch Starts zu interplanetaren Missionen. (Quelle: www.dlr.de, Dokument nicht mehr online)

Bearbeitungsstand: September 2007

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