Plutonium

engl.: Plutonium; Abk.: Pu

Arbeiter mit Plutonium. Foto: US-Regierung

Halbwertszeiten Pu 238: 87,7 Jahre; Pu 239: 24.110 Jahre; Pu 240: 6.564 Jahre; alle Isotope sind Alphastrahler.

Benannt nach Pluto, dem Gott der Unterwelt, Plutonium ist ein auf der Erde unter natürlichen Bedingungen äußerst selten vorkommendes chemisches Element, das in Uranreaktoren durch Neutroneneinfang aus Uran-238 entsteht. Es ist ein spaltbares Material, das als Kernbrennstoff oder Atombombenstoff verwendet werden kann.

Plutonium gehört zu den giftigsten Stoffen überhaupt und ist hoch radioaktiv. Es wurde bisher durch den Atombombeneinsatz in Nagasaki und durch Atomunfälle (z.B. Majak, Tschernobyl) freigesetzt. Durch die oberirdischen Atomtests sind 4 Tonnen Plutonium weltweit verteilt. Viele Menschen, die neben Anlagen zur Produktion von Atomwaffen leben, wurden mit Plutonium-239 (Pu-239) kontaminiert. Nach einer Freisetzung können Partikel durch Staub, Wasser und Nahrung in den Körper aufgenommen werden. Plutonium lagert sich im Knochenmark und in der Leber ab. Das Einatmen von plutoniumhaltigen Partikeln führt zu Lungenkrebs. Die Einnahme weniger tausendstel Gramm des Elements verursacht tödliche Strahlenschäden. Plutonium ist auch als Schwermetall hochgradig toxisch und besonders schädlich für die Nieren. Die biologische Halbwertszeit von Pu-239 beträgt in den Knochen 100 Jahre, in der Leber 40 Jahre. (Quelle: IPPNW)

Bearbeitungsstand: Februar 2015

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