Polaris-Rakete

engl.: Polaris missile

UGM-27 Polaris-Rakete im Imperial War Museum, Foto: John Griffiths

Die Polaris-Rakete war eine US-amerikanische strategische Mittelstreckenrakete, die von U-Booten aus zum Einsatz kommen sollte. Bereits im Jahr 1956 begannen die Arbeiten an der Polaris A1. Die größte Herrausforderung bei der Entwicklung bestand darin, einen atomaren Gefechtskopf zu bauen, der klein genug war, um von einem U-Boot aus abgefeuert werden zu können. Ein entsprechen erfolgreicher Test wurde im Sommer 1960 durchgeführt. Dabei feuerte das getauchte US-U-Boot „Georg Washington“ zwei Rakete vom Typ Polaris A1 ab.

Bereits im Jahr 1961 wurde die weiterentwickelte Version Polaris A2 von einem US-U-Boot erfolgreich getestet. Das Nachfolgemodell Polaris A3 war eine komplette Neuentwicklung und stand der US-Marine ab 1964 zur Verfügung. Die Reichweite wurde auf 2500 Meilen gesteigert und die Anzahl der Wiedereintrittskörper wurde erhöht.

In der Vereinbarung von Nassau (1962) vereinbarten die USA und Großbritannien eine gemeinsame Nutzung der Polaris-Raketen. In der Folge lieferten die USA 80 Polaris-Raketen an die britische Royal Navy. Es erfolgte eine Umrüstung auf britische Gefechtsköpfe bevor die Raketen auf U-Booten der Resolution-Klasse stationiert wurden.

Die Polaris-Rakete wurde Ende der 1960er Jahre von der leistungsstärkeren Poseidon-Rakete abgelöst. (LL)

Bearbeitungsstand: November 2011

siehe auch: Mittelstreckenrakete

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