Ostermarsch

engl.: Easter March

Berliner Ostermarsch, 15. April 1990, Heinrich-Heine-Str., Foto: Deutsches Bundesarchiv

Ostermärsche sind jährlich in der Osterzeit stattfindende Demonstrationen ursprünglich gegen die atomare Rüstung aber auch gegen Krieg und für Abrüstung. Seit dem ersten Protest Ostern 1958 in Großbritannien sind die Demonstrationen als Ostermärsche bekannt. Die »Campaign for Nuclear Disarmament« hatte einen dreitägigen Protestmarsch von London zum Atomforschungszentrum Aldermaston organisiert, an dem sich 10.000 Menschen beteiligten.

Nach Deutschland kam die Bewegung 1960, der erste Ostermarsch fand seinerzeit mit ca. 1.000 Demonstranten in Norddeutschland statt. Ihr Ziel war das Raketenübungsgelände Bergen-Hohne. 1986 forderten bei Märschen in ganz Deutschland bereits 300.000 Menschen ein Ende der atomaren Bewaffnung und des nuklearen Wettrüstens.

Nachdem die Beteiligung an den Protestaktionen Ende der 1960er Jahre stark zurückgegangen war, konnten ab 1979 angesichts der Stationierung weiterer Atomwaffen in der Bundesrepublik Deutschland wieder mehr Ostermarschierer mobilisiert werden. 1983 nahmen an den Protesten etwa 700.000 Menschen teil.

Im Jahr 2009 hat das Ostermarschbüro in Frankfurt am Main insgesamt 70 Protestveranstaltungen im gesamten Bundesgebiet registriert. (Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung vom 11.4.2009)

Mehr Informationen über die Geschichte der Anti-Atom-Bewegung


Bearbeitungsstand: April 2009

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