Langstreckenbomber

engl.: strategic or long-range bomber

Langstreckenbomber (auch Strategische Bomber genannt) sind Militärflugzeuge, die über die so genannte interkontinentale Reichweite (über 6.000 km) verfügen. Sie können sowohl Atomwaffen als auch konventionelle Waffen wie Bomben oder Marschflugkörper zum Einsatz bringen. Ziel des Einsatzes ist nicht die direkte Unterstützung eigener Bodentruppen, sondern die Zerstörung von Industrieanlagen, Militäranlagen und Infrastruktur im Hinterland des Gegners.

Die US Air Force hat zwei strategische Bombertypen mit atomarer Bewaffnung im Einsatz:

Stratofortress-Bomber:

Dieses Flugzeug vom Typ 94 B-52H stammt noch aus den 1950er Jahren. Es fliegt in sehr großer Höhe und kann die moderne Flugabwehr eines potentiellen Gegners überwinden. Daher hat das Flugzeug keine Bomben sondern Marschflugkörper an Bord, die aus sicherer Entfernung abgefeuert werden können. Jedes Flugzeug ist mit 12 ACMs oder 20 ALCMs bewaffnet. Beide Marschflugkörpertypen verfügen über den Atomsprengkopf vom Typ W-80-1. Dieser hat eine variable Sprengkraft, die von 5 bis 150 KT eingestellt werden kann.

Spirit-Bomber B-2A:

Von diesem Flugzeugtyp, der wie ein gezacktes Dreieck aussieht, gibt es nur 21 Exemplare. Er kann die gegnerische Flugabwehr durchdringen und maximal 16 Wasserstoffbomben unterschiedlichen Typs abwerfen. Dazu gehören:
die B-61-11, die vor der Detonation in den Erdboden eindringen kann, um dort Bunkeranlagen zu zerstören,
die B-83, die mit einer Sprengkraft von 1.200 KT (1,2 MT) die größte Atomwaffe im US-Arsenal ist. (LL)

Bearbeitungsstand: Februar 2008

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