Laserfusion

engl.: laser fusion

Deuterium-Tritium-Fusion, Grafik: Wykis

Der Physiker John Nuckolls entwickelte im Jahr 1957 am Livermore Laboratorium ein Fusionskonzept, das auf der Zündung kleiner Kügelchen beruhte, die mit einem Deuterium-Tritium-Gemisch gefüllt waren. Dieses Konzept unterschied sich in einem wesentlichen Aspekt von allen bis dahin bekannten Versuchsanordnungen: Kein magnetischer sondern ein Trägheitseinschluss sollte stattfinden, das heißt, allein die träge Masse der Kügelchen sollte ein zu schnelles Auseinanderfliegen der Atome verhindern.

Mit dem Laser, der 1960 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, stand die Möglichkeit zur Verfügung, den Brennstoffkügelchen in kürzester Zeit sehr viel Energie zuzuführen. Auf dieser Basis wurde das Laserfusionsprogramm in Livermore entwickelt. Erst 1972 entschloss man sich in den USA, die Ergebnisse der Forschung zur Laserfusion teilweise für die Öffentlichkeit freizugeben. In der Zeitschrift »Nature« erschien ein Artikeln von Nuckolls, worin er das Prinzip der Laserfusion erläuterte. Trotz dieser Veröffentlichung blieb die Laserfusion in besonderem Maße Gegenstand geheimer militärischer Forschung. Zum einen ähnelten die Vorgänge in den Brennstoffkügelchen denen in Wasserstoffbomben, so dass entsprechende militärische Computerprogramme zur Berechnung eingesetzt werden konnten. Zum anderen hatten die Forscher aus der »Strategic Defence Initiative« bei der Konstruktion größerer und stärkerer Laser einen Vorteil, weil dort mit dem Ziel zur Schaffung einer Raketenabwehr ebenfalls an Hochleistungslasern gearbeitet wurde. (Quelle: www.hs.uni-hamburg.de)

Bearbeitungsstand: September 2008

siehe auch: Wasserstoffbombe

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